15. Januar 2026 / Aus aller Welt

Papst spricht Hinterbliebenen von Crans-Montana Trost zu

Zwei Wochen nach dem Drama in der Neujahrsnacht empfängt Leo Familien von Opfern zur Privataudienz. Dem Kirchenoberhaupt fällt es sichtbar schwer, Worte zu finden.

Papst Leo XIV. spricht Angehörigen von Crans-Montana-Opfern Trost zu.
Veröffentlicht am 15. Januar 2026 um 14:46 Uhr

Zwei Wochen nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana hat Papst Leo XIV. den Familien der Opfer Trost zugesprochen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche empfing Angehörige von Todesopfern und Verletzten im Vatikan zu einer Privataudienz. Dabei gab er zu, dass in solchen Momenten nur schwer Erklärungen zu finden seien. Bei dem Unglück in dem Schweizer Skiort waren in der Neujahrsnacht in einer Bar 40 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100 wurden teils schwer verletzt.

Wörtlich sagte der Papst zu den Angehörigen: «Was soll man in einer solchen Situation sagen? Welchen Sinn sollen solche Ereignisse haben? Wo findet man Trost, der dem entspricht, was Sie empfinden? Trost, der nicht aus leeren und oberflächlichen Worten besteht, sondern die Seele berührt und die Hoffnung wiederbelebt?» Dann erinnerte er an den Ruf von Jesus Christus am Kreuz: «Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?» Die Antwort sei die Auferstehung gewesen.

Inzwischen hat der Kanton Wallis beschlossen, an insgesamt 156 Opfer beziehungsweise deren Familien eine finanzielle Soforthilfe von jeweils 10.000 Franken (rund 10.700 Euro) zu zahlen. Etwa 80 Menschen liegen noch im Krankenhaus. Bei der Silvesterparty in der voll besetzten Bar «Le Constellation» war die Decke durch Partyfontänen in Brand geraten. Viele Gäste - vor allem junge Leute - konnten nicht entkommen. Der Betreiber der Bar sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.


Bildnachweis: © Vatican Media/IPA via ZUMA Press/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

US-Medien: Schreiben behauptet Tod vermisster Nancy Guthrie
Aus aller Welt

Das Verschwinden der Mutter von US-Moderatorin Savannah Guthrie sorgte in den USA Anfang des Jahres für großes Aufsehen. Nun berichten US-Medien über eine mutmaßliche Nachricht der Entführer.

weiterlesen...
45-Jähriger in U-Haft - Trauer nach Tat in Stade
Aus aller Welt

Ein Termin zum Sorgerecht für ein Baby endet tödlich. Sechs Menschen, die vermitteln und helfen wollten, sterben. Am Tag danach kommt der 45-Jährige in U-Haft.

weiterlesen...
Gewalt in Stade: «Was die gesehen haben, hinterlässt Spuren»
Aus aller Welt

Sechs Tote, mehrere Verletzte: Ein Gewaltverbrechen erschüttert eine Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade. Die Behörden teilen erste Erkenntnisse.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Erneute Gewitter in Sachsen und im Süden erwartet
Aus aller Welt

Bereits am Dienstag hat es teils ordentlich gewittert im Land. Zum Abend hin rechnet der Deutsche Wetterdienst heute mit erneutem Unwetterpotenzial.

weiterlesen...
Gut eine halbe Million Kinder in Europa ohne Impfschutz
Aus aller Welt

566.000 Kinder in der WHO-Europaregion sind komplett ohne Impfschutz – in Deutschland sind es laut WHO 21.000. Was steckt hinter den Lücken und wo ist die Lage besonders kritisch?

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Erneute Gewitter in Sachsen und im Süden erwartet
Aus aller Welt

Bereits am Dienstag hat es teils ordentlich gewittert im Land. Zum Abend hin rechnet der Deutsche Wetterdienst heute mit erneutem Unwetterpotenzial.

weiterlesen...
Gut eine halbe Million Kinder in Europa ohne Impfschutz
Aus aller Welt

566.000 Kinder in der WHO-Europaregion sind komplett ohne Impfschutz – in Deutschland sind es laut WHO 21.000. Was steckt hinter den Lücken und wo ist die Lage besonders kritisch?

weiterlesen...