Mehr als vier Jahre nach einem Massaker an einer Schule im US-Bundesstaat Florida wird in einem Gerichtsprozess über die Todesstrafe oder über lebenslange Haft für den Täter entschieden. Am Montag wurden im Gericht in Broward County die Geschworenen vereidigt, wie unter anderem die «New York Times» und der Sender CNN berichtete. Der 23 Jahre alte Täter namens Nicolas Cruz hatte sich im vergangenen Oktober des Mordes und des versuchten Mordes in jeweils 17 Fällen für schuldig bekannt. Die Jury muss nur noch drüber beraten, ob der damals 19 Jahre alte Schütze für seine Tat an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland zu lebenslanger Haft oder zum Tode verurteilt werden soll. Die Staatsanwaltschaft in Florida fordert die Hinrichtung. CNN berichtete, sollten die zwölf Geschworenen die Todesstrafe empfehlen, müssten sie dies geschlossen tun. Am Ende werde Richterin Elizabeth Scherer entscheiden, ob sie der Empfehlung folgt. Erwartet werde, dass sich das Verfahren über mehrere Monate zieht. Bei der Anhörung im vergangenen Oktober hatte Cruz Videoaufnahmen zufolge gesagt: «Es tut mir sehr leid, was ich getan habe - und ich muss jeden Tag damit leben.» Der Schütze hatte am 14. Februar 2018 in Parkland mit einem legal erworbenen halbautomatischen Gewehr 14 Jugendliche und drei Erwachsene erschossen und weitere Menschen verletzt. Überlebende Schüler hatten nach dem Blutbad Protestaktionen gegen Waffengewalt und für striktere Waffengesetze in den USA gestartet, die zu einer landesweiten Bewegung wurden. Weiterhin sind Schusswaffen in den USA aber leicht erhältlich. In den USA kommt es immer wieder zu Massakern an Schulen. Im Mai hatte in Uvalde in Texas ein 18 Jahre alter Schütze an einer Grundschule 19 Kinder und zwei Lehrerinnen getötet, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Ein am Sonntag veröffentlichter Untersuchungsbericht deckte «systemisches Versagen» der Polizei bei dem Einsatz auf. Parkland-Schüler starteten Bewegung
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Parkland-Schulmassaker: Jury entscheidet über Todesstrafe
Das Massaker von Parkland hatte in den USA landesweite Proteste gegen laxe Waffengesetze ausgelöst, angeführt von Schülern der High School. Das Thema ist weiter aktuell - nun steht der Schütze vor Gericht.
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