Die aufwendige Suche nach der seit Montag vermissten neunjährigen Valeriia im mittelsächsischen Döbeln dauert an und soll auch am Wochenende fortgesetzt werden. Die Zahl der Einsatzkräfte am Freitag schätzte Polizeisprecher Andrzej Rydzik auf etwa 100. «Wir versuchen weiterhin, jeden Stein umzudrehen.» Die Suche konzentriere sich noch einmal auf den Schulweg. Auch mehrere Industriebrachen in der Stadt will die Polizei ins Auge fassen. Seit Montag ist das aus der Ukraine stammende Mädchen spurlos verschwunden. Es hatte sich am Morgen auf den Weg zur Schule gemacht, war dort aber nie angekommen. Seither wird die Stadt durchkämmt - Taucher, Spezialhunde, Hubschrauber und Drohnen waren im Einsatz. Allein gefunden wurde bisher nichts, auch nicht ihr rosafarbener Schulranzen oder ein Kleidungsstück. «Wir schließen nach wie vor nichts aus», betonte Rydzik. Dazu zählt eine Entführung, aber auch, dass sich das Kind irgendwo versteckt hat oder verunglückt ist. Rydzik schätzte, dass bisher etwa ein Drittel des Stadtgebiets tiefgründig abgesucht wurde. Dazu gehört etwa das Umfeld der Grundschule, aber auch ein größeres Areal am Fluss Freiberger Mulde. Zudem wurde umfangreiches Bild- und Videomaterial - rund 10 Terabyte - analysiert und dabei sogenannte Super-Recogniser eingesetzt. Das sind Spezialisten, die sich Gesichter besonders gut einprägen und wiedererkennen können. Auch Einwohner waren gebeten worden, in eigenen Gärten, Kellern, Garagen oder Schuppen nach dem Mädchen Ausschau zu halten. Den Angaben zufolge haben sich in der Stadt private Suchtrupps gebildet. Das sei nicht verboten, sagte Rydzik. Allerdings dürften sie nicht die Arbeit der Polizei behindern oder bei ihrer Suche Straftaten wie Land- oder Hausfriedensbruch begehen.
Bildnachweis: © Tobias Junghannß/dpa-Zentralbild/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Suche nach Valeriia in Döbeln wird fortgesetzt
Seit Montag fehlt von einer Neunjährigen in Döbeln jede Spur. Die Polizei hat noch einmal ihre Kräfte aufgestockt. Mehrere Hundert Männer und Frauen suchen nach ihr.
Meistgelesene Artikel
- 14. Juli 2026
Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.
Eine Nacht voller Angst, danach zerstörte Zuhause und Spielplätze: Kinder aus dem Ahrtal erzählen, wie die Flut ihr Leben bis heute prägt.
Das Verschwinden der Mutter von US-Moderatorin Savannah Guthrie sorgte in den USA Anfang des Jahres für großes Aufsehen. Nun berichten US-Medien über eine mutmaßliche Nachricht der Entführer.
Neueste Artikel
Ein 45-Jähriger soll in Stade sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendhilfe erschossen haben, nun wurde er tot in seiner Gefängniszelle gefunden. Die Ermittler suchen weiter nach Antworten.
- 21. Juli 2026
Deutsche Urlauberin stürzt in Südtirol zu Tode
Im Passeiertal macht sich eine Gruppe von Wanderern auf den Weg zu einer Tour. Kurz danach verunglückt eine etwa 60 Jahre alte Frau tödlich. Die anderen werden psychologisch betreut.
Weitere Artikel derselben Kategorie
Ein 45-Jähriger soll in Stade sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendhilfe erschossen haben, nun wurde er tot in seiner Gefängniszelle gefunden. Die Ermittler suchen weiter nach Antworten.
- 21. Juli 2026
Deutsche Urlauberin stürzt in Südtirol zu Tode
Im Passeiertal macht sich eine Gruppe von Wanderern auf den Weg zu einer Tour. Kurz danach verunglückt eine etwa 60 Jahre alte Frau tödlich. Die anderen werden psychologisch betreut.

