Der Prozess gegen einen Mann, dem im Zusammenhang mit den verheerenden Feuern 2025 im Raum Los Angeles Brandstiftung vorgeworfen wurde, wird neu aufgerollt. Der 30-Jährige plädierte am Mittwoch (Ortszeit) vor Gericht auf «nicht schuldig», wie US-Medien übereinstimmend berichteten. Das Verfahren soll im November beginnen. Bereits im Frühjahr hatte sich der Mann vor Gericht verantworten müssen, doch die Geschworenen in Kalifornien konnten sich nicht auf ein einstimmiges Urteil einigen. Die zuständige Richterin erklärte im Juni ein sogenanntes Fehlverfahren (Mistrial). Die Bundesstaatsanwaltschaft kündigte nach der Entscheidung an, dass die Anklage den Fall erneut vor Gericht bringen wolle. Auch in dem ersten Verfahren hatte der Mann seine Schuld bestritten. Im Falle eines Schuldspruchs in drei Anklagepunkte drohte ihm eine Höchststrafe von 45 Jahren Haft. In dem kommenden Prozess geht es um zwei Vorwürfe im Zusammenhang mit Brandstiftung. Der Mann war im Oktober 2025, gut neun Monate nach Ausbruch der wochenlang wütenden Feuer im Großraum von Los Angeles, festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, am Neujahrstag 2025 einen Brand verursacht haben, der wenige Tage später zu dem verheerenden Palisades-Feuer wurde. Das Feuer am Stadtrand von Los Angeles sei am Neujahrstag zunächst von der Feuerwehr gelöscht worden, doch es schwelte unterirdisch weiter und habe sich am 7. Januar bei heftigen Winden ausgebreitet, teilten die Ermittler mit. Laut der Anklage soll der Mann das Feuer in einer Hügelregion absichtlich gelegt haben. Die Ermittler verwiesen unter anderem auf Videos von Überwachungskameras und Zeugenaussagen, die den Angeklagten mit der Stelle, wo das Feuer seinen Ursprung hatte, in Verbindung brachten. Die Verteidigung argumentierte, dass es keine konkreten Beweise für Brandstiftung gebe. Zu dem Zeitpunkt habe es in dem Gebiet auch Silvester-Feuerwerk gegeben, das einen Brand ausgelöst haben könnte. Zwei schwere Großbrände, das Palisades-Feuer am Westrand von Los Angeles und das sogenannte Eaton-Feuer nahe Pasadena und Altadena, hatten im Januar 2025 mehr als 16.000 Gebäude zerstört. Die Feuerwehr war damals wochenlang im Großeinsatz, um die Brände einzudämmen. 31 Menschen kamen ums Leben.Mann soll Feuer absichtlich gelegt haben
Feuerwehr war wochenlang im Einsatz
Bildnachweis: © Jae C. Hong/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Prozess um Brandstiftung in Los Angeles wird neu aufgerollt
Anderthalb Jahre nach den Flächenbränden in Los Angeles war im Juni ein Prozess um Brandstiftung geplatzt. Die Jury konnte sich nicht einigen. Auf den Angeklagten kommt nun ein neues Verfahren zu.
Meistgelesene Artikel
- 27. August 2026
Goldener Kamm in Gütersloh
Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...
- 17. August 2026
Kampf gegen Feuer in Belgien - Weiter Bangen auch in NRW
Das Feuer aus Belgien rückt zwar nicht weiter Richtung Monschau in der Eifel vor. Von Normalität ist man aber sehr weit weg, das Bangen bleibt. Rufe und Forderungen aus und an die Politik werden laut.
- 16. August 2026
Brand im Hohen Venn: Evakuierung bei Monschau angeordnet
Wegen des Waldbrandes im Hohen Venn müssen Anwohner in Deutschland ihre Häuser verlassen. Eine Notunterkunft ist eingerichtet.
Neueste Artikel
- 16. September 2026
Malaria bei Anwohnern von Flughafen - wie kam es dazu?
In Frankfurt sind erneut Menschen an der tropischen Variante von Malaria erkrankt – diesmal mehrere Kilometer vom Flughafen entfernt. Was zu den Hintergründen der nun insgesamt acht Fälle bekannt ist.
- 16. September 2026
KI-Kameras und neue Konzepte: Wiesn-Sicherheit verstärkt
Ein überfülltes Festgelände, Panik - und ganz viel Glück. Das Oktoberfest ist im vergangenen Jahr womöglich knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Das soll nicht noch mal passieren.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 16. September 2026
Malaria bei Anwohnern von Flughafen - wie kam es dazu?
In Frankfurt sind erneut Menschen an der tropischen Variante von Malaria erkrankt – diesmal mehrere Kilometer vom Flughafen entfernt. Was zu den Hintergründen der nun insgesamt acht Fälle bekannt ist.
- 16. September 2026
KI-Kameras und neue Konzepte: Wiesn-Sicherheit verstärkt
Ein überfülltes Festgelände, Panik - und ganz viel Glück. Das Oktoberfest ist im vergangenen Jahr womöglich knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Das soll nicht noch mal passieren.

