25. Februar 2026 / Aus aller Welt

Prüfverfahren nach Zwangsübernachtung im Flugzeug

Die unfreiwillige Nacht in Flugzeugen am Münchner Flughafen schlägt weiter hohe Wellen. Inzwischen ist die Staatsanwaltschaft am Zug.

Rund 600 Menschen saßen in den Flugzeugen fest (Illustration).
Veröffentlicht am 25. Februar 2026 um 14:28 Uhr

Nach der unfreiwilligen Übernachtung Hunderter Passagiere in Flugzeugen am Münchner Flughafen hat die Staatsanwaltschaft Landshut einen Prüfvorgang angelegt. Der Polizeibericht zum Vorfall sei am Morgen eingegangen, sagte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde. Zum Inhalt könne er aber «angesichts der laufenden Prüfung keine Angaben machen». 

«Unbeteiligter Dritter» hatte Prüfung gefordert

Die Polizei war tätig geworden, nachdem ein «wohl unbeteiligter Dritter» eine Prüfung der Vorgänge angeregt hatte, hatte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mitgeteilt. Dieser Antrag sei über ein Kontaktformular beim Landeskriminalamt (LKA) in München eingegangen. Anzeigen von betroffenen Passagieren gingen nach Polizeiangaben zunächst nicht ein. Worum es in dem Antrag geht und ob etwaige Straftatbestände untersucht werden, teilte die Polizei auch auf Nachfrage nicht mit.

Die Lufthansa hatte bereits mitgeteilt, dass die Betroffenen eine finanzielle Entschädigung erhalten sollen. Fünf der sechs betroffenen Flüge zählten zur Lufthansa Group. Sowohl die Fluggesellschaft als auch der Flughafen hatten sich für die «unzumutbare Situation» entschuldigt. 

Busse fehlten

Insgesamt waren laut Flughafen in der Nacht zum Freitag vergangener Woche sechs Flüge mit rund 600 Passagieren betroffen, die bereits an Bord waren und eigentlich starten sollten. Als die Flugzeuge dann aber wegen des starken Schneefalls wider Erwarten doch nicht abheben durften, fehlten Busse, um die Fluggäste ins Flughafengebäude zurückzubringen. 

Zwischen 0.00 Uhr und 5.00 Uhr morgens gilt in München die Nachtflugregelung. Um trotzdem doch noch möglichst viele Flüge zu ermöglichen, sei in der Nacht eine Sonderfluggenehmigung eingeholt worden und Flugzeuge seien noch bis 1.00 Uhr nachts auf die Rollfelder geschickt worden. Wegen des massiven Schneefalls konnten die betroffenen sechs Flieger in dem Zeitfenster nicht abheben.


Bildnachweis: © Sven Hoppe/dpa/dpa-tmn
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

SOS aus Eisbrocken: Deutsche Camper von der Ostsee gerettet
Aus aller Welt

Zwei Deutsche übernachten im Bottnischen Meerbusen auf der zugefrorenen Ostsee. Plötzlich bricht das Eis unter ihrem Zelt weg. Die Rettung kommt erst nach Stunden.

weiterlesen...
TÜV NORD gibt Tipps für entspannte Osterreisen ohne Stress
Aktuell

Reifendruck prüfen und günstigere Tankstellen abseits der Autobahn nutzen

weiterlesen...
 Unbekannte greifen 22-Jährigen an
Polizeimeldung

Gütersloh (ots) - Schloß Holte-Stukenbrock (FK) - Zwei bislang unbekannte Täter haben Dienstagabend (17.03., 23.30...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Demos & Connor im Shitstorm: Woher kommt die Wut um den Wal?
Aus aller Welt

Emotion schafft Aufmerksamkeit: Kaum ein Beispiel zeigt das besser als das Drama um den Wal vor Poel. Sein Schicksal berührt viele - einige aber lässt es hasserfüllt geifern. Warum geschieht das?

weiterlesen...
Polizei ist am Mittwoch verstärkt Rasern auf der Spur
Aus aller Welt

Die Polizei setzt während der «Speedweek» verstärkt auf Radarkontrollen. Was bedeutet das für Autofahrer – und wie wird die Aktion bewertet?

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Demos & Connor im Shitstorm: Woher kommt die Wut um den Wal?
Aus aller Welt

Emotion schafft Aufmerksamkeit: Kaum ein Beispiel zeigt das besser als das Drama um den Wal vor Poel. Sein Schicksal berührt viele - einige aber lässt es hasserfüllt geifern. Warum geschieht das?

weiterlesen...
Polizei ist am Mittwoch verstärkt Rasern auf der Spur
Aus aller Welt

Die Polizei setzt während der «Speedweek» verstärkt auf Radarkontrollen. Was bedeutet das für Autofahrer – und wie wird die Aktion bewertet?

weiterlesen...