25. Oktober 2025 / Aus aller Welt

Rapper Eko Fresh mit Song zur «Stadtbild»-Debatte

So aktuell ist die Musikszene selten: Eko Fresh hat die derzeitige «Stadtbild»-Debatte schon zu einem Song verarbeitet. Darin geht er hart mit Friedrich Merz ins Gericht.

Rapper Eko Fresh setzt sich in einem neuen Song mit der «Stadtbild»-Debatte auseinander (Archivbild).
Veröffentlicht am 25. Oktober 2025 um 10:52 Uhr

Der Rapper Eko Fresh (42) setzt sich in einem neuen Song kritisch mit der «Stadtbild»-Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auseinander. Unter dem Titel «Friedrich» singt er: «Lieber Friedrich, du hast echt bezaubernde Töchter. Wir auch – aber unsere hausen in Löchern. Junkies im Flur, Hochhaus mit Verbrechern, aber nicht, dass du denkst, dass wir Ausländer meckern.» 

Sein Hauptkritikpunkt sind die schlechteren Ausgangsbedingungen und Lebensverhältnisse von Zuwanderern. «Nee, wir sind brav, wir sind deine Putzkräfte, unsere Mamas feuert man für ein paar Schmutzreste», heißt es. Eko Fresh, mit bürgerlichem Namen Ekrem Bora, ist außer als Musiker auch als Moderator und Schauspieler bekannt und tritt regelmäßig in Fernsehshows auf. Seine Familie stammt aus der Türkei. Seine Mutter hat kurdische Wurzeln, sein Vater kam 1980 als politischer Flüchtling nach Deutschland. Der Rapper, der vor 20 Jahren mit «Ich bin jung und brauche das Geld» seinen ersten Chart-Hit hatte, setzt sich regelmäßig für politische und gesellschaftliche Anliegen ein.

Demonstrationen nach Aussagen von Merz zum «Stadtbild»

Kanzler Merz hatte unter anderem gesagt, die Bundesregierung korrigiere frühere Versäumnisse in der Migrationspolitik. «Aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen.»

Am Montag war er bei seiner Haltung geblieben und hatte nachgelegt: «Fragen Sie mal Ihre Töchter, was ich damit gemeint haben könnte.» Am Mittwoch konkretisierte er, Probleme würden diejenigen Migranten machen, die keinen dauerhaften Aufenthaltsstatus hätten, die nicht arbeiteten und die sich auch nicht an die in Deutschland geltenden Regeln hielten. Gegen die Äußerungen gab es Demonstrationen in mehreren Städten, die auch dieses Wochenende weitergehen.


Bildnachweis: © Georg Wendt/dpa
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