Die RSV-Welle hat in Deutschland begonnen. Den Beginn datiert das Robert Koch-Institut (RKI) seiner Definition zufolge rückblickend auf die Woche ab dem 5. Januar, wie es im aktuellen Bericht zu akuten Atemwegserkrankungen heißt. RSV steht für Respiratorisches Synzytial-Virus und ist ein weit verbreiteter Erreger von Atemwegsinfektionen. Die an das RKI gemeldeten RSV-Fälle sind seit Jahresbeginn deutlich gestiegen. In der Woche zwischen dem 5. und 11. Januar waren es noch rund 1.670, vergangene Woche schon 2.675. Die Werte können sich durch später eingehende Meldungen noch ändern. Da insgesamt nur noch selten getestet wird, geben Messungen im Abwasser wichtige Hinweise. Und auch dort zeigt sich: Die im Abwasser gemessene RSV-Viruslast ist laut RKI in den vergangenen Wochen sichtbar nach oben gegangen. Tests aus Arztpraxen, die regelmäßig Patientenproben an das RKI senden, haben ergeben, dass RSV zuletzt vorwiegend bei Säuglingen und Kindern im Alter von 0 bis 4 Jahren nachgewiesen wurde. Aber auch in anderen Altersgruppen gab es demnach Nachweise. «Ja, die RSV-Fälle nehmen sehr stark zu», sagt Jakob Maske, Kinderarzt in Berlin und Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzt*innen (BVKJ), der Deutschen Presse-Agentur. Sorge mache ihm das aber nicht, denn: «Wir sehen kaum noch Kinder, die schwer mit RSV erkrankt sind und auf die Intensivstationen kommen.» Das sei ein großer Erfolg und Folge der passiven Impfung, die die Ständige Impfkommission (Stiko) seit 2024 für Neugeborene und Säuglinge empfiehlt. Vor allem für Babys bis zu einem Alter von zwölf Monaten kann eine RSV-Erkrankung gefährlich werden und schwere Atemwegsinfektionen zur Folge haben. Doch seit der Einführung des Antikörper-Wirkstoffs haben sich die Fälle bei Säuglingen halbiert, wie eine Analyse von RKI-Experten ergab, die im August 2025 veröffentlicht wurde. Bei älteren Kindern äußere sich eine Infektion eher wie eine Erkältung oder eine schwere Erkältung, so Maske. RSV verursacht bei Kindern wie Erwachsenen Infektionen der Atemwege. Grundsätzlich kann man in jedem Alter daran erkranken und sich wiederholt infizieren. Neben der Empfehlung für Säuglinge rät die Stiko eine RSV-Impfung allen Menschen ab 75 Jahren sowie Personen im Alter von 60 bis 74 Jahren mit einer schweren Grunderkrankung.Vor allem Babys und Kinder betroffen
Antikörper für Säuglinge zeigt Wirkung
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RKI: Die RSV-Welle hat Anfang Januar begonnen
RSV verursacht bei Kindern wie Erwachsenen Infektionen der Atemwege. Kinder mit einem schweren Verlauf gibt es in dieser Saison deutlich weniger. Das hat einen Grund.
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