16. September 2025 / Aus aller Welt

Rund Tausend Tote bei Fluten in Pakistan

Pakistan kämpft weiter mit massiven Überschwemmungen. Das Wasser bringt neben Zerstörungen noch eine weitere Gefahr mit sich.

Unwetter in Pakistan
Veröffentlicht am 16. September 2025 um 14:19 Uhr

In Pakistan sind seit Beginn der Monsunzeit Ende Juni fast Tausend Menschen ums Leben gekommen. Das gab die Nationale Katastrophenschutzbehörde des Landes bekannt. Mehr als 9.000 Häuser seien zerstört oder beschädigt und insgesamt fast drei Millionen Menschen seien durch die Fluten vertrieben worden, hieß es weiter. 

Behörden und Hilfsorganisationen warnen vor einer Verbreitung von durch Wasser übertragene Krankheiten wie Darminfektionen oder Hautallergien. Laut einer Erklärung der Nationalen Katastrophenschutzbehörde wurden in den Provinzen Punjab und Sindh fast eine halbe Million Menschen in staatlichen medizinischen Lagern behandelt.

Die pakistanische Wohltätigkeitsorganisation, die Al-Khidmat Foundation (AKF), spricht außerdem von rund einer halben Million Menschen, die von verschiedenen Hilfsorganisationen behandelt wurden. Auch die von Mücken übertragende Krankheit Dengue übertrage sich durch die Überschwemmungen rasch. «Wenn die Krankheiten nicht unter Kontrolle gebracht werden, könnte die Region von einer weiteren Krise heimgesucht werden», sagte Ahmad Nabeel von der AKF.

Friedensnobelpreisträgerin: Herz bei allen Pakistanern

Die pakistanische Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai äußerte sich auf der Online-Plattform X zu den verheerenden Fluten in ihrem Heimatland. «Die Überschwemmungen in Pakistan haben Schulen zerstört und Gemeinden verwüstet. Mein Herz ist in dieser Krisenzeit bei allen Pakistanern.»

Extreme Wetterereignisse nehmen in dem südasiatischen Land zu. Im Sommer 2022 erlebte Pakistan eine schwere Flutkatastrophe, die zwischenzeitlich ein Drittel des Landes unter Wasser setzte und 1.700 Menschen das Leben kostete.


Bildnachweis: © Ppi/PPI via ZUMA Press Wire/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Aus aller Welt

Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.

weiterlesen...
Jetzt noch eine Ausbildung im Handwerk beginnen? Es ist nicht zu spät!
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...

weiterlesen...
Drei Stunden Stau am Schweizer Gotthard-Tunnel
Aus aller Welt

Blechlawinen vor dem Gotthard-Tunnel, Proteste in Amsteg: Wie Urlauber und Anwohner unter dem Mega-Stau leiden – und welche Alternativen es gibt.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Ätna kommt nicht zur Ruhe: Siziliens Tourismus unter Druck
Aus aller Welt

Wegen des Ätna-Ausbruchs sind viele Urlauber auf Sizilien gestrandet. Es kommen aber auch viele nicht mehr an: Hotels senken bereits Preise, doch Stornierungen belasten die Branche massiv.

weiterlesen...
Warum es gerade so brandgefährlich ist
Aus aller Welt

Extreme Trockenheit und Hitze sorgen vielerorts für enorme Waldbrandgefahr. Warum jetzt schon ein Funke zum Inferno reicht – und was in Zukunft zu erwarten ist.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Ätna kommt nicht zur Ruhe: Siziliens Tourismus unter Druck
Aus aller Welt

Wegen des Ätna-Ausbruchs sind viele Urlauber auf Sizilien gestrandet. Es kommen aber auch viele nicht mehr an: Hotels senken bereits Preise, doch Stornierungen belasten die Branche massiv.

weiterlesen...
Warum es gerade so brandgefährlich ist
Aus aller Welt

Extreme Trockenheit und Hitze sorgen vielerorts für enorme Waldbrandgefahr. Warum jetzt schon ein Funke zum Inferno reicht – und was in Zukunft zu erwarten ist.

weiterlesen...