4. Februar 2026 / Aus aller Welt

Russische Polizei erschießt Entführer nach Doppelmord

Eine tagelange Hatz nach zwei Entführern wurde blutig beendet. In Moskaus Elitesiedlung Rubljowka erschoss die Polizei einen Verdächtigen. Er war wohl einer von Putins Kämpfern in der Ukraine.

Das russische Ermittlungskomitee führt die Untersuchungen in dem aufsehenerregenden Fall. (Archivbild)

Bei der versuchten Festnahme zweier Geiselnehmer in Moskau hat die Polizei am Dienstagabend einen Verdächtigen erschossen. Der zweite mutmaßliche Täter habe inzwischen ein Geständnis abgelegt, teilte das russische Ermittlungskomitee nun mit. Zuvor hatte eine tagelange Suche nach Opfern und Tätern Russland in Atem gehalten. Zuletzt hatten sich Männer im Moskauer Luxusvorort Rubljowka versteckt.

Die beiden Männer sollen vor einer Woche in der russischen Region Pensa einen 39-Jährigen entführt und getötet haben. Als Tatmotiv wird unter anderem Habgier genannt. Später töteten sie den Polizeiangaben nach auch einen Taxifahrer, der sie von der Wolgaregion in die russische Hauptstadt brachte. Der bei der Schießerei mit der Polizei getötete Verdächtige war demnach wegen Doppelmords vorbestraft - und wurde 2022 vorzeitig aus der Haft entlassen.

Sträflinge wurden für Fronteinsatz begnadigt

Medienberichten zufolge steht die Entlassung in Zusammenhang mit dem von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Krieg in der Ukraine. Der Mann war wohl einer von Tausenden, die von der Söldnerorganisation Wagner aus dem Gefängnis heraus für den Krieg gegen das Nachbarland angeheuert wurden. Der Kreml hat Schwerverbrechern für ihren Einsatz Begnadigung zugesichert. Seitdem wurde eine Reihe von Fällen publik, in denen Kriminelle nach dem Fronteinsatz wieder Straftaten in Russland verübten.


Bildnachweis: © Andre Ballin/dpa
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