14. Februar 2023 / Aus aller Welt

Satellitenbilder zeigen langfristige Folgen der Erdbeben

Von oben ist das Ausmaß der Zerstörung noch viel eindrucksvoller zu erkennen. Die Aufnahmen sollen dabei helfen, ein besseres Bild von der Lage zu bekommen - und entsprechend zu agieren.

Das Satellitenbild zeigt beschädigte Container und Hafenanlagen im türkischen Iskenderun. In der gesamten Region gibt es erhebliche Schäden an kritischer Infrastruktur.
Veröffentlicht am 14. Februar 2023 um 05:20 Uhr

Die schweren Beben in der Türkei und in Syrien haben nach Daten von Satelliten womöglich langfristige geologische Folgen. «In der Küstenstadt Iskenderun scheint es erhebliche Absenkungen gegeben zu haben, die zu Überschwemmungen geführt haben, während das Beben viele Hügel im ganzen Land einem ernsthaften Erdrutschrisiko ausgesetzt hat», hieß es von der europäischen Raumfahrtagentur Esa.

Der Sender NTV hatte in der vergangenen Woche berichtet, dass Gebäude in der türkischen Küstenstadt wegen überfluteter Straßen evakuiert werden mussten.

Radarbilder von Satelliten ermöglichten es Forschern, Auswirkungen von Beben auf das Land zu beobachten und zu analysieren, hieß es von der Esa weiter. Daten aus der Zeit vor dem Beben vom 6. Februar ließen sich mit denen nach den Erdstößen vergleichen. Im Fall von «Sentinel-1» seien es Daten vom 28. Januar und 9. Februar. Mit diesen Radarsatelliten des Erdbeobachtungsprogramm Copernicus der Esa lässt sich die Erdoberfläche Tag und Nacht auch durch Wolken erfassen.

Nach Angaben der Esa wurden nach den Erdbeben von verschiedenen Raumfahrtagenturen mehr als 350 Bilder aus dem Krisengebiet geliefert. «Sie können verwendet werden, um Schadens- und Situationskarten zu erstellen, um die Gefahrenauswirkungen abzuschätzen und Hilfsmaßnahmen in den betroffenen Gebieten zu verwalten.»


Bildnachweis: © Satellitenbild/Maxar Technologies/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

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