In den bayerischen Alpen gibt es den ersten Schnee: In der Nacht fielen in höheren Lagen mehrere Zentimeter, allen voran auf der Zugspitze. Aber auch unterhalb von 2.000 Metern Höhe schneite es, wie auf Webcam-Aufnahmen etwa vom Brauneck bei Lenggries zu sehen war. In den kommenden Tagen kann es auf über 1.500 Metern Höhe bis zu 50 Zentimeter Neuschnee geben, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostizierte. Anderswo im äußersten Süden Deutschlands droht derweil Gefahr durch anhaltenden Regen: Im Berchtesgadener Land könnte es den Prognosen zufolge unwetterartigen Dauerregen geben, mit 80 bis 120 Liter pro Quadratmeter Niederschlag bis Sonntag. Überschwemmungen seien nicht ausgeschlossen. Von der Lausitz über den Böhmerwald bis an den östlichen Alpenrand gibt es am Freitag «ergiebigen Dauerregen», wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach vorhersagt. Bis Sonntagfrüh erwartet DWD-Meteorologe Nico Bauer «teils unwetterartige Niederschlagsmengen». «Dieser Niederschlag fällt in den Alpen ab etwa 1300 bis 1500 Metern als Schnee, sodass dort in den Bergen ein markanter Wintereinbruch bevorsteht», sagte Bauer. Im Westen gibt es neben einzelnen Schauern immerhin auch immer wieder sonnige Phasen. Der Samstag gestaltet sich ähnlich. Allerdings werden die Schauer weniger, sodass sich die Bewohner in der Westhälfte über einen weitgehenden trockenen Mix aus Sonne und Wolken freuen dürfen. Im Südosten hält der Dauerregen dagegen an, am östlichen Alpenrand fällt oberhalb etwa 1300 Metern Schnee. «Dort besteht in den Bergen Schneebruchgefahr», warnt der Meteorologe. Erst in der Nacht zum Sonntag lassen die Niederschläge auch dort allmählich nach. Die Temperaturen liegen in den Dauerregengebieten im Südosten weiterhin im einstelligen Bereich, nach Norden und Nordwesten ist es dagegen etwas milder. Dort werden meist 14 bis maximal 18 Grad erreicht. Am Sonntag kommt im Osten und Südosten nach einer kurzen Pause neuer Regen auf. Nach Westen hin bleibt es bei wechselnder Bewölkung dagegen weiterhin überwiegend trocken, nur an der Nordsee sind einzelne Schauer unterwegs. Immerhin steigen die Temperaturen auch im Südosten etwas an. Im Norden und Nordwesten werden dann mit etwas Sonnenunterstützung stellenweise knapp 20 Grad erwartet. Anfang nächster Woche setzt sich dann zögerlich wieder freundlicheres Wetter durch und auch die Temperaturen steigen wieder etwas an. «Lupenreines Altweibersommerwetter mit viel Sonnenschein und spätsommerlichen Temperaturen für ganz Deutschland ist aber vorerst nicht in Sicht.» «Teils unwetterartige Niederschlagsmengen»
Schneebruchgefahr
Kein Altweibersommer
Bildnachweis: © Peter Kneffel/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Schnee in den Bergen - Schirm raus für den Dauerregen
Schnee in den Alpen, Regen in vielen anderen Regionen: In den kommenden Tagen wird es oft ungemütlich.
Meistgelesene Artikel
- 14. Juli 2026
Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.
Eine Nacht voller Angst, danach zerstörte Zuhause und Spielplätze: Kinder aus dem Ahrtal erzählen, wie die Flut ihr Leben bis heute prägt.
Das Verschwinden der Mutter von US-Moderatorin Savannah Guthrie sorgte in den USA Anfang des Jahres für großes Aufsehen. Nun berichten US-Medien über eine mutmaßliche Nachricht der Entführer.
Neueste Artikel
- 22. Juli 2026
Gesellenbriefübergabe der Kraftfahrzeugmechatroniker
Im HBZ Brackwede hat die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes 16 Kraftfahrzeugmechatronikern ihre Gesellenbriefe...
Drei Menschen sterben und Dutzende werden verletzt, als im vergangenen Sommer ein Regionalzug in Oberschwaben entgleist. Nun gibt es einen offiziellen Untersuchungsbericht. Was steht drin?
Weitere Artikel derselben Kategorie
Drei Menschen sterben und Dutzende werden verletzt, als im vergangenen Sommer ein Regionalzug in Oberschwaben entgleist. Nun gibt es einen offiziellen Untersuchungsbericht. Was steht drin?
- 22. Juli 2026
Waldbrand in Südfrankreich: Hunderte Menschen fliehen
Löschflugzeuge, Hubschrauber und 1.100 Feuerwehrleute kämpfen gegen einen sich rasch ausbreitenden Brand. Dutzende Häuser werden beschädigt, Verletzte gibt es bislang nicht.

