19. Dezember 2025 / Aus aller Welt

Todesschüsse an US-Uni: Tatverdächtiger tot aufgefunden

Fast eine Woche nach den tödlichen Schüssen an einer Uni im US-Bundesstaat Rhode Island ist die Suche nach dem mutmaßlichen Täter beendet. Der Mann soll noch ein anderes Opfer getötet haben.

Die Polizei hat den mutmaßlichen Todesschützen von Providence gefunden. (Archivbild)
Veröffentlicht am 19. Dezember 2025 um 09:54 Uhr

Fast eine Woche nach den tödlichen Schüssen an der Elite-Universität Brown im US-Bundesstaat Rhode Island hat die Polizei den mutmaßlichen Täter tot in einer Lagerhalle gefunden. Auf einer Pressekonferenz der Ermittlungsbehörden wurde er als 48-jähriger Portugiese identifiziert, der früher an der Uni studiert und zuletzt in Miami im Bundesstaat Florida gewohnt habe. Demnach beging er am Donnerstagabend (Ortszeit) Suizid. Das Motiv für die Todesschüsse auf zwei Menschen am Samstag ist nach wie vor unklar.

Der Verdächtige soll zudem am Montag einen Professor einer anderen Uni im US-Bundesstaat Massachusetts erschossen haben, wie kurz darauf die dortige Staatsanwaltschaft auf einer Pressekonferenz bekanntgab.

Polizei: Ein Mietfahrzeug führte zu Personalien des Täters

Die Leiche des Verdächtigen wurde nach Angaben der US-Bundespolizei FBI unweit von Rhode Island in einem Lagerhaus im nordöstlichen Bundesstaat New Hampshire entdeckt. Man habe dort auch zwei Schusswaffen gefunden, hieß es. Die Polizei war ihm nach eigenen Angaben mit Hilfe von Videoaufnahmen eines Mietfahrzeugs auf die Schliche gekommen, verfolgte die Spur zurück und kam so an die Personalien des Mannes.

Ein Schütze hatte am Samstag an der Brown University in der Stadt Providence zwei Menschen erschossen und mehrere andere verletzt. Die Hochschule gehört zur sogenannten Ivy League, einer Gruppe renommierter Elite-Universitäten im Nordosten der USA. 

Green Card durch Visa-Lotterie

Nach Angaben der Brown University war der mutmaßliche Täter dort von Herbst 2000 bis Frühjahr 2001 als Physikstudent eingeschrieben, und hatte seit Juli 2003 keine Verbindungen mehr zu der Hochschule. 

Seit 2017 soll der Verdächtige in den USA gelebt haben. Er habe durch die Green-Card-Lotterie der US-Regierung ein Visum und eine Aufenthaltsberechtigung erhalten, sagte die US-Heimatschutzministerin Kristi Noem auf der Plattform X. Man werde das Visa-Programm auf Anweisung von US-Präsident Donald Trump sofort aussetzen, sagte Noem weiter. 

Tödliche Attacke auf Professor von anderer Uni

Am Montag wurde dann im 80 Kilometer weiter nördlich gelegenen Boston der Professor für Nuklearwissenschaft, Nuno F. Gomes Loureiro, in seinem Haus erschossen. Professor Loureiro war Direktor des Plasma und Fusioncenters am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Von 1995 bis 2000 sollen Loureiro und der Tatverdächtige gemeinsam an der gleichen Universität in Lissabon studiert haben, sagten die ermittelnden Behörden im Bundesstaat Massachusetts.


Bildnachweis: © Mark Stockwell/FR171920 AP/AP/dpa
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