27. Juli 2026 / Aus aller Welt

Schüsse auf Veranstaltungsgelände: Drei Tote in Seattle

Bei einer Veranstaltung im US-Bundesstaat Washington werden mehrere Menschen von Schüssen getroffen. Ein Verdächtiger wird gefasst. Die Tat schockt die Stadt an der Westküste und wirft Fragen auf.

Bewaffnete Einsatzkräfte rückten zum Seattle Center aus.
Veröffentlicht am 27. Juli 2026 um 10:02 Uhr

Auf einem Festival in der US-Westküstenstadt Seattle sind mindestens drei Menschen Behörden zufolge durch Schüsse getötet worden. Weitere vier Menschen seien bei dem Vorfall am Sonntagabend (Ortszeit) auf dem Veranstaltungsgelände des Seattle Center im Bundesstaat Washington verletzt worden, berichteten US-Medien von einer Pressekonferenz der Polizei. 

Zuvor hatte Bürgermeisterin Katie Wilson mitgeteilt, dass ein Tatverdächtiger festgenommen worden sei. Auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit Wilson sagte der stellvertretende Polizeichef Tyrone Davis Medienberichten zufolge, dass neben dem Festgenommenen nach einer weiteren Person gesucht werde. Die beiden hätten vermutlich auf dem Festival aufeinander geschossen, zitierte der US-Sender CNN Davis. Zwei Menschen starben demzufolge bereits vor Ort, ein dritter Mensch erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. 

Bürgermeisterin: «Akt schrecklicher Gewalt»

Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. Auch gab es keine weiteren Informationen zu dem Festgenommenen. Bürgermeisterin Wilson sprach von einem «Akt schrecklicher Gewalt». Auf dem Gelände des Seattle Center, das im Zentrum der Stadt im Nordwesten der USA liegt, fand am Wochenende das «Bite of Seattle»-Festival statt – ein Food Festival mit Dutzenden Ständen, das nach Angaben der Organisatoren jedes Jahr mehrere hunderttausend Besucher anzieht. 

Die «Seattle Times» und andere Medien zitierten Augenzeugen, nach deren Schilderungen plötzlich Panik infolge der Schüsse ausgebrochen sei und verängstigte Menschen die Flucht ergriffen hätten. «Waffengewalt verändert Familien für immer», sagte Wilson in der Mitteilung weiter. An die Opfer und Angehörigen gerichtet fügte sie hinzu: «Seattle trauert mit Ihnen, und wir werden Ihnen in den vor uns liegenden schweren Tagen zur Seite stehen.» Der Vorfall werde in den kommenden Tagen untersucht und die Öffentlichkeit «transparent» über die Ermittlungsergebnisse informiert. 

Der nichtstaatlichen Organisation Gun Violence Archive zufolge, die Schusswaffenvorfälle in den USA dokumentiert, gehört dieser Zwischenfall zu den mindestens 271, die sich in diesem Jahr bereits in den USA ereignet hätten und bei dem mindestens vier Menschen von Kugeln getroffen wurden.


Bildnachweis: © Nick Wagner/The Seattle Times/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

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