1. März 2023 / Aus aller Welt

Senior schießt auf Jugendlichen - Motiv bleibt unklar

Ein 81-Jähriger soll in Bramsche auf seinen 16-jährigen Nachbarn geschossen haben. Der Zustand des Jugendlichen ist weiter kritisch. Der Tatverdächtige ist Sportschütze.

Der Tatort: Der 81-Jährige gab zunächst Schüsse auf den 16-Jährigen ab und verletzte sich anschließend selber.

Die Hintergründe der Gewalttat auf einen Jugendlichen vor einer Schule in Bramsche bei Osnabrück sind weiterhin unklar.

Der mutmaßliche Schütze, ein 81-jähriger Italiener sei weiterhin nicht vernehmungsfähig, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Alexander Retemeyer. Sobald es der Gesundheitszustand zulasse, werde der Mann wegen versuchten Mordes festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Inzwischen schwebt der Mann nicht mehr in Lebensgefahr. Der Zustand des Jugendlichen war dagegen unverändert kritisch.

Jugendlichen in den Kopf geschossen

Der Italiener soll am Dienstagmorgen seinen 16-jährigen Nachbarn vor dem gemeinsamen Wohnhaus in den Kopf geschossen haben. Das Opfer erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Anschließend schoss der 81-Jährige auf sich selbst, auch er schwebte zunächst in Lebensgefahr. Der Mann sei Sportschütze, die Tatwaffe sei eine «typische Sportschützenwaffe», sagte der Sprecher. Es handele sich um eine Kleinkaliberpistole. Ob er dafür eine Waffenbesitzkarte habe, müsse noch geklärt werden.

Einen Tag nach der Tat gingen die Ermittler laut Retemeyer weiter Zeugenhinweisen nach und wertete Tatortspuren aus. Der Tatverdächtige und das Opfer wohnen im gleichen Haus. Es habe wohl Dissonanzen gegeben, sagte der Sprecher.

Ruhestörung als Motiv?

Unter Berufung auf Anwohner berichtete die «Bild»-Zeitung, dass sich der 81-Jährige oft wegen Lärmbelästigung beschwert habe. Ob das Motiv für die Gewalttat ein Nachbarschaftsstreit war, müsse noch geklärt werden, sagte Retemeyer.

Die Schüsse waren vor einem Wohnhaus gefallen, das gegenüber einer Grundschule liegt. Die Schulkinder waren von der Polizei vom Tatort und den Ermittlungen ferngehalten worden.


Bildnachweis: © Sina Schuldt/dpa
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