21. März 2024 / Aus aller Welt

Sojus-Start zur ISS abgebrochen - technisches Problem

Erstmals sollte eine Frau aus Belarus zur Internationalen Raumstation fliegen. Doch der Countdown wurde am Donnerstag abgebrochen. Als Grund wurde später ein technisches Problem angegeben.

Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos nannte technische Probleme als Grund.
Veröffentlicht am 21. März 2024 um 23:30 Uhr

Der Start einer Sojus-Trägerrakete mit zwei Raumfahrerinnen aus Belarus und den USA sowie einem russischen Kosmonauten in einer Raumkapsel zur Raumstation ISS ist am Donnerstag überraschend abgebrochen worden.

Die Trägerrakete mit dem Raumschiff «Sojus MS-25» sollte um 14.21 Uhr MEZ vom russischen Kosmodrom Baikonur in der Steppe der zentralasiatischen Republik Kasachstan starten. 20 Sekunden vor dem geplanten Abheben wurde die Mission beendet, wie in der Live-Übertragung bei Nasa-TV zu sehen war.

Technische Probleme

Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos nannte später technische Probleme als Grund: Kurz vor dem Start sei «ein Spannungsabfall einer chemischen Stromquelle» festgestellt worden, sagte Roskosmos-Chef Juri Borissow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Die Crew sei sicher aus der Kapsel geholt worden. Der nächste mögliche Start sei frühestens am Samstag, hieß es bei Nasa-TV. 

In den USA hob unterdessen am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) am Weltraumbahnhof Cape Canaveral im Bundesstaat Florida eine Falcon-9-Trägerrakete des Unternehmens SpaceX planmäßig ab, um knapp drei Tonnen Ausrüstung und Nachschub zur ISS zu bringen. 

Erstmals zwei Frauen gemeinsam an Bord

An Bord der Sojus-Trägerrakete waren die belarussische Kosmonautin Marina Wassilewskaja, die Nasa-Astronautin Tracy Dyson und der russische Kosmonaut Oleg Nowizki. Der 33 Jahre alte Wassilewskaja, die als Flugbegleiterin bei der belarussischen Gesellschaft Belavia arbeitet, ist die erste Frau ihres Landes, die ins Weltall fliegen sollte. Es war auch das erste Mal, dass zwei Frauen gemeinsam an Bord einer Sojus-Kapsel zum Außenposten der Menschheit in 400 Kilometern über der Erde fliegen sollten. Bei einer Sojus-Rückkehr von der ISS gab es bereits einmal ein weibliches Duo.

Die Zusammenarbeit in der Raumfahrt läuft trotz der US-Sanktionen gegen Russland und Belarus und trotz der politischen Spannungen zwischen den Ländern weiter. «Ungeachtet der Turbulenzen setzen wir unsere internationale kosmische Zusammenarbeit fort», sagte der russische Vizeregierungschef Denis Manturow, der auch das Industrie- und Handelsministerium führt, in Baikonur.


Bildnachweis: © Dmitri Lovetsky/POOL AP/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Aus aller Welt

Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.

weiterlesen...
US-Medien: Schreiben behauptet Tod vermisster Nancy Guthrie
Aus aller Welt

Das Verschwinden der Mutter von US-Moderatorin Savannah Guthrie sorgte in den USA Anfang des Jahres für großes Aufsehen. Nun berichten US-Medien über eine mutmaßliche Nachricht der Entführer.

weiterlesen...
45-Jähriger in U-Haft - Trauer nach Tat in Stade
Aus aller Welt

Ein Termin zum Sorgerecht für ein Baby endet tödlich. Sechs Menschen, die vermitteln und helfen wollten, sterben. Am Tag danach kommt der 45-Jährige in U-Haft.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Deutscher Urlauber stürzt beim Klettern ab und stirbt
Aus aller Welt

Nachdem er über Kraftverlust klagte und das Kletterset aushängte, ist ein deutscher Urlauber im deutsch-österreichischen Grenzgebiet in die Tiefe gestürzt.

weiterlesen...
Vorbestrafter Mann nach Angriff auf Bahnmitarbeiter frei
Aus aller Welt

Nach einer brutalen Attacke stürzt ein Bahnmitarbeiter aus einem Zug und wird schwerst verletzt. Gegen einen Fahrgast wird Haftbefehl beantragt - doch der vorbestrafte Mann kommt auf freien Fuß.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Deutscher Urlauber stürzt beim Klettern ab und stirbt
Aus aller Welt

Nachdem er über Kraftverlust klagte und das Kletterset aushängte, ist ein deutscher Urlauber im deutsch-österreichischen Grenzgebiet in die Tiefe gestürzt.

weiterlesen...
Vorbestrafter Mann nach Angriff auf Bahnmitarbeiter frei
Aus aller Welt

Nach einer brutalen Attacke stürzt ein Bahnmitarbeiter aus einem Zug und wird schwerst verletzt. Gegen einen Fahrgast wird Haftbefehl beantragt - doch der vorbestrafte Mann kommt auf freien Fuß.

weiterlesen...