17. September 2025 / Aus aller Welt

Studie: Mehrheit fordert strengere Handy-Regeln an Schulen

Eigenes Handy generell erst ab etwa elf Jahren, soziale Medien ab 13,5 Jahren: Eine Studie zeigt, was Erwachsene über Smartphones in jungen Händen denken. Wie sieht es mit Handys auf Schulhöfen aus?

Längst gibt es Schulen mit Handyverbot. Allerdings ist die Situation in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 17. September 2025 um 09:00 Uhr

Smartphones in Kinderhand? Erwachsene sprechen sich laut einer Studie mehrheitlich für strengere Handy-Regelungen an Schulen aus. 72 Prozent sind gegen die private Nutzung mitgebrachter Smartphones ohne ausdrückliche Einbettung in den Unterricht, wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden mitteilte. Bei Grundschulen sind es sogar 95 Prozent. Einem generellen, flächendeckenden Handyverbot für Mädchen und Jungen an allen Schulen stimmen 53 Prozent zu – und an Grundschulen 80 Prozent.

Für die Studie des BiB sind im Januar und Februar 2025 bundesweit 1.312 Deutsche ab 18 Jahren befragt worden. In Deutschland ist eine Debatte entbrannt, wie die Nutzung privater Handys in Schulen geregelt werden kann. Die Bundesländer gehen unterschiedlich mit dem Thema um. Hessen etwa hat kürzlich im neuen Schuljahr ein Handyverbot mit Ausnahmeregelungen eingeführt.

In der Befragung des BiB spricht sich zugleich eine Mehrheit dafür aus, dass Schulen unabhängig von privater Smartphone-Nutzung selbst einen verantwortungsvollen Einsatz des Internets und eine sinnvolle Nutzung von Handys im Unterricht vermitteln sollten.

Befragte: Social Media erst ab 13,5 Jahren

Und von welchem Alter an sollen Mädchen und Jungen generell ein Smartphone haben – und von wann an soziale Medien wie Instagram und Tiktok alleine nutzen dürfen? Das durchschnittlich befürwortete Mindestalter für den Besitz eines eigenen Handys in der Studie liegt bei 11,5 Jahren – und das favorisierte Mindestalter für die Nutzung sozialer Medien bei 13,5 Jahren.

Die Studie versucht auch mit unterschiedlich informierten Teilgruppen der Befragten, den Einfluss aufklärender Informationen auf die Ansichten von Erwachsenen zu ergründen. Wer vor der Befragung über die Risiken digitaler Mediennutzung für Kinder und Jugendliche wie etwa Cybermobbing oder ungeeignete Inhalte informiert worden ist, spricht sich für ein im Schnitt noch vier Monate höheres Mindestalter aus als andere Befragte. Das gilt sowohl für den Besitz von Handys als auch für die Nutzung sozialer Medien.


Bildnachweis: © Marijan Murat/dpa
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