11. Dezember 2021 / Aus aller Welt

Sturz von Sklavenhalter-Statue: Banksy entwirft T-Shirt

Während eines Black-Lives-Matter-Protests in Bristol hatten 2020 mehrere Menschen die Statue eines Sklavenhändlers umgekippt und ins nahe gelegene Hafenbecken geworfen. Nun kommt es zum Prozess.

Kunden interessieren sich in einem Geschäft in Bristol für das von Banksy entworfene T-Shirt.
Veröffentlicht am 11. Dezember 2021 um 21:05 Uhr

Vor einem Prozess zum Sturz einer Sklavenhalter-Statue in seiner Heimatstadt Bristol greift der britische Street-Art-Künstler Banksy den vier Angeklagten mit einer T-Shirt-Aktion unter die Arme.

Er habe anlässlich des Verfahrens einige Souvenir-Shirts entworfen, deren Erlöse an die Beschuldigten gingen, damit die ein Bier trinken gehen könnten, schrieb der anonyme Künstler am Freitagabend auf Instagram. Dazu stellte er Bilder des grauen T-Shirts, das den leeren und von Trümmern umgebenen Sockel der Statue zeigt, von dem ein Seil hinab hängt.

Darüber prangt in Großbuchstaben der Name der Stadt, wo die Shirts am Samstag auch in den Verkauf kamen. Lange Warteschlangen bildeten sich vor den Geschäften, die das limitierte Kleidungsstück im Angebot hatten. Die Nachrichtenagentur PA sprach von Tausenden Menschen, die sich vor den fünf Shops erhofften, eines der Shirts abzugreifen.

Während eines Black-Lives-Matter-Protests in Bristol hatten am 7. Juni 2020 mehrere Menschen die Statue des Sklavenhändlers Edward Colston (1636-1721) umgekippt und ins nahe gelegene Hafenbecken geworfen. Den vier Demonstranten im Alter von 21 bis 36 Jahren wird Sachbeschädigung vorgeworfen. Sie plädieren auf nicht schuldig. Der Prozess gegen sie soll am Montag in der Stadt gut 180 Kilometer westlich von London beginnen.


Bildnachweis: © Jacob King/PA Wire/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

JP Kraemer: Unternehmen öffnen wieder
Aus aller Welt

Trotz der Ermittlungen gegen Jean Pierre Kraemer öffnen seine Unternehmen wieder. Die Entscheidung fiel nach intensiven Gesprächen zwischen Mitarbeitern, Management und Kraemer.

weiterlesen...
Stein und Staub: Großer Felssturz an der Zugspitze
Aus aller Welt

Eine riesige Staubwolke, bröckelnde Felsen und trotzdem keine Gefahr für Wege oder Gebäude – was steckt hinter dem ungewöhnlichen Felssturz an der Zugspitze?

weiterlesen...
Die «Hells Angels» und die Spur des schmutzigen Geldes
Aus aller Welt

Polizisten und Steuerfahnder gehen mit einer Großaktion gegen Rocker der «Hells Angels» und ein Geldwäsche-System vor. Die Ermittler wollen 48,6 Millionen Euro Vermögen beschlagnahmen.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Schulmassaker in Kanada: Angreiferin hatte wohl Unterstützer
Aus aller Welt

Im Februar erschießt eine 18-Jährige acht Menschen in Kanada, sechs von ihnen in einer Schule. Nun enthüllen Ermittler: dem Attentat ging ein langer Austausch voraus.

weiterlesen...
Erste reguläre Behandlung mit Genschere in Deutschland
Aus aller Welt

Für die Entwicklung der Crispr-Methode gab es 2020 den Nobelpreis. Nun hat ein Patient bundesweit erstmals nach der Zulassung der Genscheren-Therapie ein entsprechendes Mittel erhalten.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Schulmassaker in Kanada: Angreiferin hatte wohl Unterstützer
Aus aller Welt

Im Februar erschießt eine 18-Jährige acht Menschen in Kanada, sechs von ihnen in einer Schule. Nun enthüllen Ermittler: dem Attentat ging ein langer Austausch voraus.

weiterlesen...
Erste reguläre Behandlung mit Genschere in Deutschland
Aus aller Welt

Für die Entwicklung der Crispr-Methode gab es 2020 den Nobelpreis. Nun hat ein Patient bundesweit erstmals nach der Zulassung der Genscheren-Therapie ein entsprechendes Mittel erhalten.

weiterlesen...