26. November 2025 / Aus aller Welt

Toter Säugling in Bremen im Müll kam lebend zur Welt

Ein Mitarbeiter eines Entsorgungsbetriebes machte die Entdeckung am Dienstag. Die Obduktion gibt nun neue Hinweise zu dem Fall.

Das Firmengelände im Bereich Industriehäfen.
Veröffentlicht am 26. November 2025 um 10:27 Uhr

Der in Bremen auf einem Recyclinghof gefundene tote Säugling kam lebend zur Welt. Das ist das Ergebnis der Obduktion, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Das Mädchen war demnach etwa zwei Tage alt und lebte auch noch, als es abgelegt wurde.

Der Säugling wurde am Dienstagmorgen vom Mitarbeiter eines Entsorgungsbetriebes beim Sortieren von Bauschutt im Stadtbremer Hafengebiet entdeckt. Das Kind sei schwer verletzt gewesen und auch an seinen Verletzungen gestorben. Wie und wodurch der Säugling verletzt wurde, sei noch nicht klar. Auch die Ablagesituation im Bauschutt und der Umgang mit dem Abfall könne eine Rolle spielen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Wo das Kind abgelegt wurde und wie es zu dem Recyclinghof kam, war zunächst weiter offen. Es sei nicht auszuschließen, dass das Mädchen mit einem Bauschutt-Transport zu dem Recyclinghof gelangt sei. Die Identität des Kindes war auch am Morgen weiter unbekannt. Auch die Identität und Herkunft der Eltern waren offen. Zunächst gab es keine Informationen zum weiteren Vorgehen der Ermittler.

Bei dem Fundort handelt es sich um ein Firmengelände im Bereich Industriehäfen nördlich der Weser im Nordwesten der Hansestadt. Auf Videoaufnahmen sind auf dem Betriebsgelände Gewerbeabfälle wie Bauschutt und Plastik zu sehen. Am Dienstagmorgen hatte nach Angaben eines Reporters der Deutschen Presse-Agentur ein Leichenfahrzeug das Gelände des Recyclingunternehmens verlassen. Umliegend befinden sich weitere Industrieflächen. Auch das Bremer Stahlwerk und die Baustelle für den Wesertunnel der A281 befinden sich in der Nähe.


Bildnachweis: © Sina Schuldt/dpa
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