Immer mehr junge Menschen in Deutschland konsumieren illegale Drogen. Das ergab eine repräsentative Umfrage, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) anlässlich des Weltdrogentags am 26. Juni in Köln veröffentlichte. Demnach gaben 18,7 Prozent der 18- bis 25-Jährigen an, bereits Erfahrungen mit mindestens einer illegalen Droge zu haben. 2023 waren es noch 13,5 Prozent. Bei den Männern lag der Anteil mit knapp 24 Prozent fast doppelt so hoch wie bei den Frauen. Auch bei den Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren stieg der Anteil der Konsumenten, und zwar von 1,5 Prozent im Jahr 2003 auf nun 2,5 Prozent. Für die «Drogenaffinitätsstudie 2025» hat das BIÖG von April bis Juli 2025 insgesamt 7.001 junge Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren befragt. Zuerst hatte das Magazin «Politico» berichtet. «Junge Menschen kommen leichter an immer potentere Substanzen», sagte der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck. «Digitale Kanäle beschleunigen diesen Zugang und verharmlosen Risiken, die real und oft lebensgefährlich sind.» Als besonders alarmierend bezeichnete er den Anstieg des Kokainkonsums bei jungen Erwachsenen. Hatten 2015 noch 1,2 Prozent der 18- bis 25-Jährigen Kokain genommen, waren es zehn Jahre später 4,1 Prozent. «Kokain gilt vielen noch immer und wieder mehr als Party- oder Leistungsdroge. Das ist eine gefährliche Täuschung», betonte Streeck. Kokain mache schnell abhängig und könne schwere gesundheitliche Schäden verursachen.Streeck: Zugang zu Drogen wird immer leichter
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Umfrage: Mehr junge Menschen nehmen Drogen
Am 26. Juni ist Weltdrogentag. Eine Umfrage unter jungen Menschen bringt keine guten Nachrichten. Den Bundesdrogenbeauftragten besorgt vor allem der gestiegene Konsum von Kokain.
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