14. Januar 2025 / Aus aller Welt

Umfrage: Mehrheit für bundesweites Böllerverbot

Zum Jahreswechsel hat es beim Feuerwerk schwere Unfälle mit Toten und Verletzten gegeben. Was denken die Menschen in Deutschland übers Böllern? Eine Umfrage gibt Aufschluss.

Laut einer neuen Umfrage ist die Mehrheit der Deutschen für ein bundesweites Böllerverbot. (Archivfoto)
Veröffentlicht am 14. Januar 2025 um 08:43 Uhr

Zum Jahreswechsel gab es Tote, Verletzte und massive Schäden wegen der Knallerei: In einer neuen Umfrage hat sich eine breite Mehrheit der Bürger für ein bundesweites Verbot von privatem Feuerwerk zu Silvester ausgesprochen. 58 Prozent der Befragten würden ein Verbot befürworten, wie die Insa-Befragung im Auftrag der Tierrechtsorganisation Peta ergab. Die repräsentative Umfrage fand zwischen dem 10. und 13. Januar statt.

Bereits frühere Umfragen ergaben ein ähnliches Bild. 2022 hatten sich zum Beispiel 52 Prozent für ein Böllerverbot ausgesprochen. Vor mehr als einer Woche wurde eine Petition für ein flächendeckendes Verbot von Böllern mit mehr als 1,9 Millionen Unterschriften an das Bundesinnenministerium übergeben. Bundeskanzler Olaf Scholz hatte sich zuletzt gegen ein Verbot ausgesprochen, ebenso Bundesinnenministerin Nancy Faeser (beide SPD).

Die Ergebnisse im Einzelnen

34 Prozent der Befragten teilten bei der neuen Umfrage diese Haltung und sind gegen ein Verbot. Mit Blick auf die Parteipräferenz der Befragten sind den Angaben zufolge vor allem FDP- (43 Prozent) und AfD-Anhänger (47 Prozent) gegen ein Untersagen des Böllerns. Für ein Verbot sind besonders viele Grünen-Anhänger. Mit 64 Prozent sprachen sich demnach besonders viele Frauen für ein Verbot aus, aber auch 51 Prozent der Männer. Befragt wurden laut Peta insgesamt 2.005 Menschen.

In diesem Jahr war die Diskussion um ein Böllerverbot durch schwere Vorfälle mit sogenannten Kugelbomben neu entfacht worden, die wegen ihrer hohen Explosionskraft hierzulande nicht für den Allgemeingebrauch zugelassen sind. Rund um den Jahreswechsel starben fünf Männer bei Böller-Unfällen.


Bildnachweis: © Sebastian Gollnow/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Vorbereitung für den Ernstfall
Kreis Gütersloh

Gütersloh. Die Nachrichten machten an diesem Montagmorgen, den 18. Mai, einheitlich mit der Ankündigung auf, dass der...

weiterlesen...
 Versuchter Raub auf Tankstelle an der Hauptstraße
Polizeimeldung

Gütersloh (ots) - Schloß Holte-Stukenbrock (MK) - Nachdem ein unbekannter Täter bereits Ende März...

weiterlesen...
 Unfallflucht in Schloß Holte-Stukenbrock - Am Hallenbad
Polizeimeldung

Gütersloh (ots) - Schloß Holte-Stukenbrock (FK) - Samstagmittag (30.05., 12.20 Uhr) befuhr eine bislang unbekannte...

weiterlesen...

Neueste Artikel

EU-Umfrage: Kinder sehen Social-Media positiver als Eltern
Aus aller Welt

Eltern unterschätzen, wie lange ihre Kids auf TikTok, Snapchat und Co. unterwegs sind. Zugleich empfinden sie die Auswirkungen als viel gefährlicher. Eine Altersgrenze könnte im Juli näherrücken.

weiterlesen...
Tödlicher Sprung ohne Seil: Rätsel um verschwundene Kamera
Aus aller Welt

Eine junge Frau wird von einer Brücke ohne Sicherungsseil 40 Meter in den Tod geworfen. Nun wirft das Verschwinden ihrer Kamera zusätzliche Fragen zum Unglück auf - ein Zeuge meldet sich zu Wort.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

EU-Umfrage: Kinder sehen Social-Media positiver als Eltern
Aus aller Welt

Eltern unterschätzen, wie lange ihre Kids auf TikTok, Snapchat und Co. unterwegs sind. Zugleich empfinden sie die Auswirkungen als viel gefährlicher. Eine Altersgrenze könnte im Juli näherrücken.

weiterlesen...
Tödlicher Sprung ohne Seil: Rätsel um verschwundene Kamera
Aus aller Welt

Eine junge Frau wird von einer Brücke ohne Sicherungsseil 40 Meter in den Tod geworfen. Nun wirft das Verschwinden ihrer Kamera zusätzliche Fragen zum Unglück auf - ein Zeuge meldet sich zu Wort.

weiterlesen...