23. April 2025 / Aus aller Welt

Vier Todesopfer beim Paddeln: Haft für Tourveranstalterin

Der Ausflug auf einem Fluss endet tödlich: Vier Menschen sterben beim Stand-up-Paddeln in Wales. Die Tourveranstalterin hatte der Anklage zufolge keine Qualifikation - nun folgen Konsequenzen.

Nach einem Unglück auf dem walisischen Fluss Cleddau, bei dem 2021 vier Stand-up-Paddler starben, hat ein Gericht die Veranstalterin der Tour zu einer langen Haftstrafe verurteilt.
Veröffentlicht am 23. April 2025 um 17:11 Uhr

Mehrere Jahre nach einem tragisch geendeten Paddelausflug mit vier Todesopfern muss eine Tourveranstalterin in Großbritannien für lange Zeit ins Gefängnis. Ein Gericht in Wales verurteilte die Frau zu zehn Jahren und sechs Monaten Haft, wie die britische Nachrichtenagentur PA meldete. Die 39-Jährige - eine frühere Polizistin - hatte sich der fahrlässigen Tötung für schuldig bekannt.

Im Oktober 2021 waren neun Erwachsene nach schweren Regenfällen auf dem Fluss Cleddau mit Stand-up-Boards unterwegs gewesen, um die Gegend um die Kleinstadt Haverfordwest zu erkunden. Drei Teilnehmer und der Leiter der Tour kamen ums Leben.

«Es gab vorab keine Sicherheitseinweisung»

Die Behörden hatten in der Region vor Fluten gewarnt. Die Anklagebehörde Crown Prosecution Service kritisierte, die Veranstalterin sei nicht ausreichend qualifiziert und die Tragödie vermeidbar gewesen.

«Es gab vorab keine Sicherheitseinweisung», sagte die Richterin des Swansea Crown Courts nach Angaben von PA. Der Gruppe sei nicht gesagt worden, dass es ein Wehr auf dem Fluss gebe, und es sei nicht über die Bedingungen auf dem Fluss gesprochen worden. Sie wisse, dass es der Angeklagten leidtue, was an jenem Tag passiert sei.


Bildnachweis: © -/Crown Prosecution Service via PA Media/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

US-Medien: Schreiben behauptet Tod vermisster Nancy Guthrie
Aus aller Welt

Das Verschwinden der Mutter von US-Moderatorin Savannah Guthrie sorgte in den USA Anfang des Jahres für großes Aufsehen. Nun berichten US-Medien über eine mutmaßliche Nachricht der Entführer.

weiterlesen...
45-Jähriger in U-Haft - Trauer nach Tat in Stade
Aus aller Welt

Ein Termin zum Sorgerecht für ein Baby endet tödlich. Sechs Menschen, die vermitteln und helfen wollten, sterben. Am Tag danach kommt der 45-Jährige in U-Haft.

weiterlesen...
Gewalt in Stade: «Was die gesehen haben, hinterlässt Spuren»
Aus aller Welt

Sechs Tote, mehrere Verletzte: Ein Gewaltverbrechen erschüttert eine Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade. Die Behörden teilen erste Erkenntnisse.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Frau mit Machete getötet - Zeugen überwältigen Ehemann
Aus aller Welt

Eine Frau stirbt durch Dutzende Stiche und Schnitte, die ihr mit einer Machete zugefügt wurden. Zeugen rennen um ihr Leben - und überwältigen den Tatverdächtigen.

weiterlesen...
Neue Affenart im Kongo entdeckt
Aus aller Welt

In den vergangenen 75 Jahren wurde nur eine Handvoll neuer Affenarten in Afrika gefunden - nun gelang eine neue Entdeckung. Doch die Zukunft der Tiere im Kongobecken ist schon bedroht.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Frau mit Machete getötet - Zeugen überwältigen Ehemann
Aus aller Welt

Eine Frau stirbt durch Dutzende Stiche und Schnitte, die ihr mit einer Machete zugefügt wurden. Zeugen rennen um ihr Leben - und überwältigen den Tatverdächtigen.

weiterlesen...
Neue Affenart im Kongo entdeckt
Aus aller Welt

In den vergangenen 75 Jahren wurde nur eine Handvoll neuer Affenarten in Afrika gefunden - nun gelang eine neue Entdeckung. Doch die Zukunft der Tiere im Kongobecken ist schon bedroht.

weiterlesen...