2. April 2025 / Aus aller Welt

Vulkanaktivität auf Island lässt nach

Zum nunmehr elften Mal innerhalb von rund vier Jahren erlebt die Reykjanes-Halbinsel bei Reykjavik einen Vulkanausbruch. Schon kurz nach Eruptionsbeginn sieht die Lage wieder entspannter aus.

Lava trifft Mooslandschaft: Island erlebt einen erneuten Vulkanausbruch.
Veröffentlicht am 2. April 2025 um 10:35 Uhr

Der erneute Vulkanausbruch auf Island hat nach kurzer Zeit sichtbar an Kraft verloren. An der Eruptionsspalte auf der Reykjanes-Halbinsel südwestlich der Hauptstadt Reykjavik ist mittlerweile keine vulkanische Aktivität mehr sichtbar. Lediglich vereinzelt sei an dem Erdriss und im entstandenen Lavafeld ein Glühen festzustellen, teilte die isländische Wetterbehörde mit. 

Allerdings werden nach Angaben der Behörde unterirdisch noch immer seismische Aktivitäten und Deformationen durch Magmabewegungen verzeichnet. Solange diese Aktivitäten nicht aufhörten, müsse man davon ausgehen, dass sich neue Vulkanspalte öffnen könnten. Aus Messungen der Wetterbehörde ging hervor, dass ein Erdbebenschwarm mit bislang Tausenden Erschütterungen in der Region auch am Mittwochmorgen weiterging.

Sprudelnde Lava aus langer Eruptionsspalte

Der Vulkanausbruch hatte am Dienstagvormittag begonnen. Es ist der elfte auf der Halbinsel seit März 2021 und der achte allein seit Dezember 2023. Die Eruptionsspalte, aus der glühend heiße Lava an die Erdoberfläche sprudelte, war vorübergehend rund 1.200 Meter lang. 

Im Regelfall stellen die Eruptionen in der dünn besiedelten Region keine Gefahr für Menschen dar. Allerdings wurden bei einem der vorherigen Ausbrüche auch drei Häuser am Rande des immer wieder evakuierten Fischerortes Grindavík von der Lava erfasst, bei der Eruption im November auch der Parkplatz des Geothermalbads Blaue Lagune, das vor allem bei Island-Touristen sehr beliebt ist.

Diesmal verliefen die Lavamassen durch einen errichteten Schutzwall nördlich von Grindavík, auch der Bruch einer Warmwasserleitung wurde gemeldet. Eine akute Gefahr für den erneut geräumten Ort besteht nach derzeitigem Stand aber nicht.


Bildnachweis: © Marco di Marco/AP/dpa
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