9. September 2025 / Aus aller Welt

Waldbrand bedroht Riesenmammutbäume in Kalifornien

Das «Garnet Fire» bedroht im kalifornischen McKinley Grove über 2.000 Jahre alte Riesenmammutbäume. Wie Feuerwehr und Parkverwaltung versuchen, die seltenen Bäume zu schützen.

Das «Garnet Fire» bedroht Riesenmammutbäume im Waldgebiet McKinley Grove.
Veröffentlicht am 9. September 2025 um 12:59 Uhr

Ein Waldbrand im US-Bundesstaat Kalifornien bedroht mehr als 2.000 Jahre alte Riesenmammutbäume. Das bereits im August ausgebrochene «Garnet Fire» erreichte am Montag (Ortszeit) das Waldgebiet McKinley Grove in Zentralkalifornien, etwa 300 Kilometer südöstlich von San Francisco. Dort stehen nach Angaben von US-Medien etwa 165 Riesenmammutbäume.

Bereits in den vergangenen Tagen seien Sprinkleranlagen installiert worden, um das Umfeld der Bäume feucht zu halten. Zudem seien einige Stämme mit feuerresistenter Folie umwickelt und trockenes, leicht entzündbares Unterholz am Boden entfernt worden. Dennoch seien am Montag Funken in mehrere Baumkronen geflogen und hätten diese entzündet, hieß es unter Berufung auf die Forstbehörde. Feuerwehrleute mit einer besonderen Kletterausbildung seien auf dem Weg in das Gebiet.

Immer mehr Mammutbäume werden zerstört

Riesenmammutbäume wachsen in der kalifornischen Sierra Nevada. Sie können nach Angaben der Parkverwaltung National Park Service bis zu 3.400 Jahre alt und über 80 Meter hoch werden. Mit ihrer bis zu 46 Zentimeter dicken Rinde sind sie an Waldbrände gut angepasst. Sie benötigen diese sogar zur Fortpflanzung: Nach der Extremhitze eines Waldbrandes lassen ihre Zapfen die Samen auf den Mineralboden fallen, den das Feuer hinterlassen hat. 

Allerdings nehmen die Häufigkeit und das Ausmaß der Brände drastisch zu. Schätzungen der Naturschutzorganisation Save the Redwoods League zufolge sind seit 2015 weltweit rund 20 Prozent aller ausgewachsenen Riesenmammutbäume zerstört worden.

Dutzende Waldbrände in Kalifornien aktiv

Das «Garnet Fire» brach nach Angaben der Brandschutzbehörde Cal Fire am 24. August aus und breitete sich seitdem auf einer Fläche von mehr als 185 Quadratkilometern aus. Am Dienstag war es zu 14 Prozent eingedämmt. Auslöser für den Brand sei ein Blitzeinschlag gewesen, hieß es. 

Insgesamt sind in Kalifornien derzeit Dutzende größere und kleinere Brände aktiv. Im Januar hatten zwei Flächenbrände in Teilen von Los Angeles eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Mehr als 16.000 Gebäude brannten ab, mindestens 31 Menschen starben.


Bildnachweis: © Noah Berger/FR34727 AP/AP/dpa
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