Jeder sechste Mensch auf der Welt ist nach einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von Unfruchtbarkeit betroffen. Dabei gebe es praktisch keine Unterschiede zwischen reichen und armen Ländern, berichtete die WHO am Montag. «Die schiere Zahl der Betroffenen zeigt, dass der Zugang zu Fertilitätsbehandlungen ausgeweitet werden muss und dass dieses Thema in der Gesundheitsforschung und -politik nicht länger verdrängt werden darf, damit sichere, wirksame und erschwingliche Wege zur Elternschaft für alle, die dies wünschen, zur Verfügung stehen», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Ärztinnen und Ärzte sprechen nach der WHO-Definition von Unfruchtbarkeit, wenn auch bei regelmäßigem, ungeschütztem Geschlechtsverkehr über einen längeren Zeitraum - ein Jahr oder mehr - keine Schwangerschaft zustande kommt. Dies könne zu erheblichen Qualen und Stigmata führen und die mentale Gesundheit der Menschen angreifen. Dennoch sei es für viele Menschen unerschwinglich, sich einer künstlichen Befruchtung zu unterziehen. Oft würden solche Dienste in erreichbarer Nähe auch schlicht nicht angeboten. Die Behandlungen seien teuer und müssten in den meisten Ländern größtenteils aus eigener Tasche bezahlt werden. Die WHO ist dafür, dass mehr Hilfe für ungewollt unfruchtbare Menschen überall zu tragbaren Kosten zur Verfügung gestellt wird. Die WHO hat für diesen Bericht 133 aus weltweit mehr als 12.000 Studien zwischen 1990 und 2021 ausgewählt und ausgewertet.
Bildnachweis: © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
WHO: Behandlung bei Unfruchtbarkeit erschwinglicher machen
Erhebliche Qualen, Stigmata und mentale Leiden: Unfruchtbarkeit bedeutet große Beschwerden für die Betroffenen. Doch die Behandlung ist teuer und wird nur selten von Versicherungen abgedeckt.
Meistgelesene Artikel
Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...
- 18. Juli 2026
Drei Stunden Stau am Schweizer Gotthard-Tunnel
Blechlawinen vor dem Gotthard-Tunnel, Proteste in Amsteg: Wie Urlauber und Anwohner unter dem Mega-Stau leiden – und welche Alternativen es gibt.
- 16. Juli 2026
Drei Tote bei Sturz von Harzturm
Drei Menschen sterben nach einem Sturz von einem 65 Meter hohen Aussichtsturm im Harz. Was bislang bekannt ist.
Neueste Artikel
- 14. August 2026
Ätna kommt nicht zur Ruhe: Siziliens Tourismus unter Druck
Wegen des Ätna-Ausbruchs sind viele Urlauber auf Sizilien gestrandet. Es kommen aber auch viele nicht mehr an: Hotels senken bereits Preise, doch Stornierungen belasten die Branche massiv.
- 14. August 2026
Mangione gesteht tödlichen Angriff auf Versicherungschef
Die aufsehenerregende Tötung eines Versicherungsmanagers erschütterte die USA. Nun gesteht der Angeklagte Mangione die Tat – und gibt preis, was ihn dazu motiviert hat.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 14. August 2026
Ätna kommt nicht zur Ruhe: Siziliens Tourismus unter Druck
Wegen des Ätna-Ausbruchs sind viele Urlauber auf Sizilien gestrandet. Es kommen aber auch viele nicht mehr an: Hotels senken bereits Preise, doch Stornierungen belasten die Branche massiv.
- 14. August 2026
Mangione gesteht tödlichen Angriff auf Versicherungschef
Die aufsehenerregende Tötung eines Versicherungsmanagers erschütterte die USA. Nun gesteht der Angeklagte Mangione die Tat – und gibt preis, was ihn dazu motiviert hat.

