8. Juni 2023 / Aus aller Welt

WHO erklärt Marburg-Ausbruch in Äquatorialguinea für beendet

Die WHO hat bereits vor einigen Tagen einen Marburg-Ausbruch in Tansania mit sechs gemeldeten Toten für beendet erklärt. Gleiches gilt nun auch für Äquatorialguinea, wo 35 Menschen dem Virus erlagen.

Eine elektronenmikroskopische Aufnahme eines Marburg-Virus.
Veröffentlicht am 8. Juni 2023 um 16:54 Uhr

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Ausbruch des tödlichen Marburg-Fiebers in Äquatorialguinea für beendet erklärt. Binnen sechs Wochen seit Entlassung des letzten Patienten seien keine neuen Fälle in dem Land an Afrikas Westküste bekanntgeworden, teilte das WHO-Regionalbüro Afrika am Donnerstag mit. Seit Anfang Februar wurden insgesamt 17 bestätigte und 23 Verdachtsfälle gemeldet. 35 Menschen starben. Äquatorialguinea mit 1,5 Millionen Einwohnern gehört zu den ärmsten Ländern der Welt.

Vergangene Woche hatte die WHO auch das Ende eines Marburg-Ausbruchs im ostafrikanischen Tansania mit neun erfassten Infektionen und sechs gemeldeten Toten erklärt. In beiden Ländern waren mit Hilfe der WHO Schutzmaßnahmen umgesetzt worden, um eine Ausbreitung der Infektionen zu verhindern.

Das mit dem Ebola-Erreger verwandte Marburg-Virus überträgt sich zunächst vom Tier auf den Menschen. Die Krankheit ist über den Kontakt mit Körperflüssigkeiten hochansteckend. Kranke haben zunächst hohes Fieber, Hals-, Muskel-, Bauch- und Kopfschmerzen sowie Durchfall. Dazu kommen bei schwerem Verlauf starke Blutungen und ein Befall des zentralen Nervensystems. Das Virus heißt Marburg, weil sich in der hessischen Stadt 1967 Laborangestellte mit dem bis dahin unbekannten Virus bei Versuchsaffen infiziert hatten.


Bildnachweis: © Dr. Frederick Murphy/CDC/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Aus aller Welt

Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.

weiterlesen...
Die Kinder der Flut: «Dieses Wasser und die ganzen Schreie»
Aus aller Welt

Eine Nacht voller Angst, danach zerstörte Zuhause und Spielplätze: Kinder aus dem Ahrtal erzählen, wie die Flut ihr Leben bis heute prägt.

weiterlesen...
US-Medien: Schreiben behauptet Tod vermisster Nancy Guthrie
Aus aller Welt

Das Verschwinden der Mutter von US-Moderatorin Savannah Guthrie sorgte in den USA Anfang des Jahres für großes Aufsehen. Nun berichten US-Medien über eine mutmaßliche Nachricht der Entführer.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Verdächtiger von Stade ist tot - Ermittlungen gehen weiter
Aus aller Welt

Ein 45-Jähriger soll in Stade sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendhilfe erschossen haben, nun wurde er tot in seiner Gefängniszelle gefunden. Die Ermittler suchen weiter nach Antworten.

weiterlesen...
Deutsche Urlauberin stürzt in Südtirol zu Tode
Aus aller Welt

Im Passeiertal macht sich eine Gruppe von Wanderern auf den Weg zu einer Tour. Kurz danach verunglückt eine etwa 60 Jahre alte Frau tödlich. Die anderen werden psychologisch betreut.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Verdächtiger von Stade ist tot - Ermittlungen gehen weiter
Aus aller Welt

Ein 45-Jähriger soll in Stade sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendhilfe erschossen haben, nun wurde er tot in seiner Gefängniszelle gefunden. Die Ermittler suchen weiter nach Antworten.

weiterlesen...
Deutsche Urlauberin stürzt in Südtirol zu Tode
Aus aller Welt

Im Passeiertal macht sich eine Gruppe von Wanderern auf den Weg zu einer Tour. Kurz danach verunglückt eine etwa 60 Jahre alte Frau tödlich. Die anderen werden psychologisch betreut.

weiterlesen...