Hitzewellen werden laut den Vereinten Nationen künftig häufiger so ungewöhnlich früh und intensiv auftreten wie in dieser Woche in Europa. «Was wir heute erleben ist leider ein Vorgeschmack auf die Zukunft», sagte Clare Nullis, die Sprecherin der Weltwetterorganisation (WMO), am Freitag in Genf und verwies auf den Klimawandel. Die extrem hohen Temperaturen, die sich von Nordafrika über Südeuropa ausgebreitet haben und an diesem Wochenende in der Schweiz und Deutschland erwartet werden, sind laut der WMO eher typisch für den Juli oder August. In manchen Teilen Spaniens und Frankreichs sind die Thermometer dieser Tage mehr als zehn Grad über den Mittelwert für diese Jahreszeit geklettert, wie Nullis berichtete. Spanien, Portugal, Ungarn und Serbien seien von Trockenheit betroffen. Außerhalb Europas seien in den Vereinigten Staaten Mitte dieser Woche für fast ein Drittel der Bevölkerung Hitzewarnungen ausgesprochen worden. «Als Folge des Klimawandels beginnen Hitzewellen früher, und sie werden häufiger und heftiger», sagte Nullis. Schuld daran seien die rekordhohen Konzentrationen von Gasen in der Atmosphäre, die den Treibhauseffekt verursachten. Der Klima-Vorstand des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Tobias Fuchs, warnte unterdessen, dass es schon in den nächsten Jahren durchschnittlich bis zu einem Grad wärmer werden könnte in Deutschland als in den vergangenen drei Jahrzehnten. Der Klimawandel werde Deutschland auch in den kommenden Jahren deutlich prägen, so Fuchs. Der Trend zu steigenden Durchschnittstemperaturen zeigt sich laut DWD schon in diesem Sommer. Für alle Regionen Deutschlands wird ein Temperaturplus von bis zu einem Grad im Vergleich zum vieljährigen Durchschnitt von 17,6 Grad des Zeitraums 1991 bis 2020 prognostiziert.DWD warnt auch
Bildnachweis: © Sebastian Gollnow/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
WMO: Hitzewelle ist «Vorgeschmack auf die Zukunft»
Die Prognose ist düster: Hitzewellen werden laut Expertenmeinung zukünftig früher einsetzen, sie werden häufiger und noch heftiger. Woran liegt das?
Meistgelesene Artikel
- 24. November 2025
Youtube-Star Jan Zimmermann von «Gewitter im Kopf» ist tot
Jan Zimmermann klärte mit Humor und Offenheit über das Tourette-Syndrom auf. Nun trauert die Youtube-Szene um den 27-Jährigen.
- 27. November 2025
Assistent/Assistentin der Hauptgeschäftsführung (m/w/d)
Für unsere Geschäftsstelle in Gütersloh suche wir ab sofort Verstärkung.
- 14. November 2025
Mann zieht Messer in Paris - Polizist schießt ihn an
Panik in einem Pariser Bahnhof: Ein Mann zieht bei einem Polizeieinsatz plötzlich ein Messer, und ein Beamter schießt. Was hinter dem dramatischen Einsatz steckt.
Neueste Artikel
- 14. Dezember 2025
Pipeline nach geschlossenem Leck wieder in Betrieb
Ein Leck in einer Pipeline in Brandenburg löst eine Ölfontäne aus, die für schwarze Pfützen auf dem Boden sorgt. Nach dem Verschließen des Lecks ist ein weiterer Schritt getan.
- 14. Dezember 2025
Tödliche Schüsse an Elite-Universität in den USA
An der Brown University im Bundesstaat Rhode Island fallen Schüsse. Mindestens zwei Menschen sterben, der Schütze flieht. Es läuft ein großer Polizeieinsatz.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 14. Dezember 2025
Pipeline nach geschlossenem Leck wieder in Betrieb
Ein Leck in einer Pipeline in Brandenburg löst eine Ölfontäne aus, die für schwarze Pfützen auf dem Boden sorgt. Nach dem Verschließen des Lecks ist ein weiterer Schritt getan.
- 14. Dezember 2025
Tödliche Schüsse an Elite-Universität in den USA
An der Brown University im Bundesstaat Rhode Island fallen Schüsse. Mindestens zwei Menschen sterben, der Schütze flieht. Es läuft ein großer Polizeieinsatz.

