17. April 2026 / Aus aller Welt

XL-Bully beißt Mann zu Tode - Besitzer muss 12 Jahre in Haft

Der Halter einer in England verbotenen Kampfhund-Rasse muss ins Gefängnis, weil sein Hund völlig außer Kontrolle gerät. Das Tier hatte bereits angefangen, sein Opfer bei lebendigem Leibe zu fressen.

Untersuchungen hätten ergeben, dass der XL-Bully Toretto bereits angefangen hatte, den Mann bei lebendigem Leib zu fressen, berichtet die Nachrichtenagentur PA.
Veröffentlicht am 17. April 2026 um 19:18 Uhr

Der Besitzer eines XL-Bully-Hundes ist zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil das Tier einen 84 Jahre alten Mann in Nordwestengland zu Tode gebissen hat. Der angegriffene Mann sei im Februar 2025 abends auf dem Heimweg von einem Pub in der Einfahrt eines Hauses von dem Hund attackiert worden, wie die britische Nachrichtenagentur PA mit Verweis auf Gerichtsangaben berichtete. Der Mann sei seinen Verletzungen schließlich einen Monat nach dem Angriff erlegen.

Vor Gericht sei von «katastrophalen Gesichtsverletzungen» die Rede gewesen. Der Angriff habe 45 Minuten gedauert. Währenddessen sei das Opfer die ganze Zeit bei Bewusstsein gewesen und habe unerträgliche Schmerzen erlitten. Bewaffnete Polizisten erschossen den 46 Kilogramm schweren Hund namens «Toretto» mit zehn Schüssen, schreibt PA. Später hätten Untersuchungen ergeben, dass Toretto bereits angefangen hatte, den Mann bei lebendigem Leib zu fressen.

XL-Bullies sind in Großbritannien verboten

Der 31-jährige Angeklagte wurde für schuldig befunden, Halter eines gefährlich außer Kontrolle geratenen Hundes gewesen zu sein. Ein «Katalog von Versäumnissen» habe zu dem Angriff geführt. So sei der Hund nur unzureichend - auf einer Terrasse durch ein Tor mit einem Riegel - gesichert gewesen. Der Hundebesitzer bekannte sich schuldig, einen XL-Bully ohne Ausnahmegenehmigung gehalten zu haben. Seit Februar 2024 ist in Großbritannien die Haltung von XL-Bullies untersagt, es sei denn, sie waren bereits vor dem Inkrafttreten des Verbots registriert.

In Deutschland ist der Amerikanische XL Bully bisher nicht als Rasse klassifiziert und taucht deshalb in den Listen mit gefährlichen Hunden nicht auf - im Gegensatz zu Rassen wie Pitbull Terrier, Bullterrier, Staffordshire Bullterrier oder American Staffordshire Terrier. Für sie gilt auch ein Importverbot. Eine bundesweite Regelung zur Haltung von Kampfhunden gibt es aber nicht. Welche Rassen als gefährlich gelten, listen die einzelnen Bundesländer auf. Für diese Tiere gelten Sonderregeln wie eine Genehmigungspflicht, Leinen- und Maulkorbzwang oder Versicherungspflicht.


Bildnachweis: © Cheshire Police/PA Wire/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Save the Date: Goldener Kamm in Gütersloh
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...

weiterlesen...
Hantavirus-Ausbruch auf Schiff: Ein deutscher Passagier tot
Aus aller Welt

Mehrere Menschen erkranken auf einem Kreuzfahrtsschiff, drei von ihnen sterben später – darunter ein Deutscher. Die WHO sieht jedoch kein größeres Risiko für die breite Öffentlichkeit.

weiterlesen...
 Brand eines Wohnhauses in Stukenbrock
Polizeimeldung

Gütersloh (ots) - Schloß Holte-Stukenbrock (JK) - Am Sonntag, 26.04.2026, um 18:36 Uhr, erhielt die Polizei die...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Haus in Görlitz eingestürzt - Drei Menschen weiter vermisst
Aus aller Welt

Am Abend stürzt ein Haus im sächsischen Görlitz zusammen. Mit Hunden suchen Einsatzkräfte in der Nacht nach verschütteten Menschen. Drei Personen werden noch immer vermisst.

weiterlesen...
Verzweiflung nach Hauseinsturz: Mann sucht Frau und Cousine
Aus aller Welt

Ein Mann, seine Frau und seine Cousine wollten drei Tage Urlaub in Görlitz machen. Während er einkauft, stürzt die Ferienunterkunft ein. Ob die beiden Frauen in dem Haus waren, ist unklar.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Haus in Görlitz eingestürzt - Drei Menschen weiter vermisst
Aus aller Welt

Am Abend stürzt ein Haus im sächsischen Görlitz zusammen. Mit Hunden suchen Einsatzkräfte in der Nacht nach verschütteten Menschen. Drei Personen werden noch immer vermisst.

weiterlesen...
Verzweiflung nach Hauseinsturz: Mann sucht Frau und Cousine
Aus aller Welt

Ein Mann, seine Frau und seine Cousine wollten drei Tage Urlaub in Görlitz machen. Während er einkauft, stürzt die Ferienunterkunft ein. Ob die beiden Frauen in dem Haus waren, ist unklar.

weiterlesen...