4. Juli 2024 / Aus aller Welt

Zeitung: Bisher 70 Raser-Autos in Österreich entzogen

Seit 1. März können in Österreich Autos von Fahrern, die viel zu schnell unterwegs waren, beschlagnahmt werden. Eine erste Bilanz zeigt Dutzende von Fällen.

Wer in Österreich viel zu schnell fährt, riskiert sein Auto. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 4. Juli 2024 um 11:35 Uhr

In Österreich sind nach Recherchen der Zeitung «Der Standard» bisher 70 Autos von Extrem-Rasern zumindest vorübergehend beschlagnahmt worden. Zuletzt sei in Tirol ein 26-Jähriger gestoppt worden, der mit seinem Wagen in einer 80er-Zone mit Tempo 180 unterwegs gewesen sei, so das Blatt.Seit 1. März gilt: Wer im Ortsgebiet um 80 oder außerorts um 90 Kilometer pro Stunde schneller als erlaubt fährt, muss mit der Beschlagnahme des Fahrzeugs rechnen. Liegt bereits eine einschlägige Vorstrafe, etwa durch die Teilnahme an illegalen Autorennen vor, sind Beschlagnahme und endgültige Abnahme schon bei einer Überschreitung von mehr als 60 km/h innerorts und 70 km/h außerorts möglich. 

Allerdings gibt es für eine dauerhafte Abnahme und Versteigerung des Fahrzeugs weitere Hürden. Laut der Zeitung, die sich auf Angaben von zwei Ministerien und neun Landesbehörden beruft, wurden bisher nur in zwei Fällen Fahrzeuge behördlich bestätigt beschlagnahmt. Die entsprechenden Verwaltungsstrafverfahren können mit einer Versteigerung des Fahrzeugs enden. Ein Verfahren betreffe einen 21-Jährigen, der bei Wien mit Tempo 247 erwischt worden sei. 

Das Verkehrsministerium spricht nach Angaben der Zeitung von «durchwegs positiven» ersten Erfahrungen mit den neuen Strafen. Für eine gründliche Analyse sei es aber noch zu früh. Österreich war mit der Maßnahme Ländern wie Italien und der Schweiz gefolgt. Schon 2021 hatte die Alpenrepublik in einem ersten Anti-Raser-Paket die Geldstrafen sowie die Dauer des Führerscheinentzugs drastisch erhöht. 


Bildnachweis: © Matthias Röder/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Aus aller Welt

Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.

weiterlesen...
Jetzt noch eine Ausbildung im Handwerk beginnen? Es ist nicht zu spät!
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...

weiterlesen...
Drei Stunden Stau am Schweizer Gotthard-Tunnel
Aus aller Welt

Blechlawinen vor dem Gotthard-Tunnel, Proteste in Amsteg: Wie Urlauber und Anwohner unter dem Mega-Stau leiden – und welche Alternativen es gibt.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Erdbeben erschüttert Kolumbien: Mehr als 100 Tote
Aus aller Welt

Ein starkes Erdbeben erschüttert Kolumbien. Dutzende Tote werden aus den verschiedenen Städten gemeldet.

weiterlesen...
Deutscher springt in Brunnen in Rom - Geldstrafe
Aus aller Welt

In Italiens Hauptstadt ist es seit Wochen brütend heiß. Nun sucht ein Urlauber Abkühlung in einem der historischen Brunnen. Keine gute Idee: Außer 450 Euro Strafe gibt es auch noch Platzverbot.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Erdbeben erschüttert Kolumbien: Mehr als 100 Tote
Aus aller Welt

Ein starkes Erdbeben erschüttert Kolumbien. Dutzende Tote werden aus den verschiedenen Städten gemeldet.

weiterlesen...
Deutscher springt in Brunnen in Rom - Geldstrafe
Aus aller Welt

In Italiens Hauptstadt ist es seit Wochen brütend heiß. Nun sucht ein Urlauber Abkühlung in einem der historischen Brunnen. Keine gute Idee: Außer 450 Euro Strafe gibt es auch noch Platzverbot.

weiterlesen...