10. Februar 2026 / Aus aller Welt

Zwei Jungen an Londoner Schule niedergestochen

Nach einer Messerattacke an einer Londoner Schule werden zwei Jungen notfallmäßig behandelt. Vieles ist noch unklar, die Anti-Terror-Polizei ermittelt.

An einer Londoner Schule kam es zu einem Messerangriff.

An einer Schule im Nordwesten Londons sind zwei Jungen im Alter von 12 und 13 Jahren niedergestochen worden. Als tatverdächtig gilt ein 13-Jähriger, der nach der Messerattacke von der Schule im Stadtteil Brent geflohen sein soll, sagte Detective Chief Superintendent Luke Williams von der Londoner Met Police. Der Tatverdächtige sei kurz nach dem Vorfall wegen des Verdachts auf versuchten Mord festgenommen worden, erklärte Williams weiter. Dabei konnte demnach auch eine Waffe sichergestellt werden.

Den Angaben nach befinden sich die beiden Jungen in einem ernsten Zustand und werden notfallmäßig behandelt. «Wir warten auf ein Update zu ihrem Zustand, gehen aber davon aus, dass die Lage ernst ist», so Williams. 

Die Ermittlungen werden laut Williams aufgrund der Umstände inzwischen von der Londoner Anti-Terror-Polizei geleitet. Als terroristisch werde der Vorfall jedoch derzeit nicht eingestuft, sagte Williams. Die Hintergründe seien noch unklar. 

Innenministerin spricht von «schockierendem Angriff»

Die britische Bildungsministerin Bridget Phillipson brachte in einem X-Beitrag ihre Bestürzung zum Ausdruck. Das Ministerium stehe mit der Schule und Gemeinde in Kontakt. «Mein tiefstes Mitgefühl gilt den betroffenen Familien sowie den Jugendlichen, Lehrern und der gesamten Schulgemeinschaft», schrieb die Ministerin. 

Auch Innenministerin Shabana Mahmood sprach auf X von einem «schockierenden Angriff». Der Polizei müsse nun der «nötige Freiraum» für die weiteren Ermittlungen gegeben werden.

Großbritannien kämpft seit Jahren mit Messergewalt. Immer wieder sind dabei auch sehr junge, häufig männliche Teenager involviert - als Opfer und Täter. Premierminister Keir Starmer bezeichnete die Messergewalt 2024 bereits als nationale Krise.


Bildnachweis: © Ben Whitley/PA Wire/dpa
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