13. Januar 2025 / Aus aller Welt

Stichattacke: Zwei Tote und zwei Verletzte in Brandenburg

Großeinsatz in einem Wohnhaus in der Uckermark in Brandenburg: Die Polizei findet nach einer Gewaltattacke zwei Leichen und zwei Schwerverletzte, darunter ist der Verdächtige. Was ist passiert?

Die Polizei ist nach einer Gewaltattacke in einem Ortsteil von Casekow in der brandenburgischen Uckermark im Einsatz und sichert Spuren.
Veröffentlicht am 13. Januar 2025 um 17:14 Uhr

Bei einer Gewaltattacke in einem kleinen Dorf im Nordosten Brandenburgs sind ein Jugendlicher und eine Frau getötet worden. Eine weitere Frau und der Tatverdächtige wurden schwer verletzt. Die Polizei prüft, ob es sich um eine Beziehungstat handelt. 

Ein 27-Jähriger soll in einer Wohnung im brandenburgischen Casekow am Vormittag mehrere Menschen mit einem «Stichwerkzeug» angegriffen haben, wie die Polizei mitteilte. Ein Großaufgebot von Einsatz- und Rettungskräften war nach einem Notruf gegen 10.00 Uhr in den Ort ausgerückt. Der festgenommene Verdächtige und die Opfer sollen laut Polizei alle deutsche Staatsbürger sein.

Ob es sich bei dem Stichwerkzeug um ein Messer handelte, sagte der Sprecher der Polizei zunächst nicht. Was genau passiert war und warum, blieb unklar. Die Mordkommission nahm die Ermittlungen auf. 

Ein Hubschrauber landete auf einer Wiese. An dem recht vereinzelt stehenden Haus waren zahlreiche Rettungswagen zu sehen. Die Polizei sperrte den Einsatzort ab. Auch die Spurensicherung arbeitete vor Ort. Einsatzkräfte waren in weißen Schutzanzügen auf dem Grundstück zu sehen.

Casekow, rund 80 Kilometer nordöstlich von Berlin gelegen, hat nach Angaben der Gemeinde 817 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Gewalttat ereignete sich in dem Ortsteil Biesendahlshof. 

Dort fand die Polizei in einer Wohnung am Vormittag zwei Todesopfer - eine 26-jährige Frau und einen 16-jährigen Jugendlichen, so die Polizei. Zudem wurde eine 19-Jährige schwer verletzt. Sie soll sich in eine Nachbarwohnung gerettet haben. 

Bei dem Polizeieinsatz wurde ein 27-Jähriger als Tatverdächtiger festgenommen. Er kam mit schweren Verletzungen in einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus, wie ein Polizeisprecher sagte. Er sprach von Lebensgefahr: «Wir müssen schauen, ob er es schafft.»

Weitere Hintergründe zum Tatablauf wurden vorerst nicht genannt. Auch dazu, wie der Verdächtige und die Opfer konkret in Verbindung zueinander stehen, wollten Polizei und Staatsanwaltschaft bisher nichts sagen. Sie verwiesen auf weitere Informationen am Dienstag.

Mordkommission will Hergang klären

«Das Motiv wissen wir noch gar nicht. Die Mordkommission ist am Arbeiten und will rausbekommen, was hier passiert ist», sagte der Sprecher der Polizei einige Stunden nach dem Gewaltverbrechen.

Die Frau und der Jugendliche, die bei der Gewaltattacke getötet wurden, sowie eine 19 Jahre alte Schwerverletzte wohnten in dem Mehrfamilienhaus, sagte der Pressesprecher der Polizei noch. Ob auch der Tatverdächtige ein Bewohner war, blieb aber unklar.


Bildnachweis: © Fabian Sommer/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Aus aller Welt

Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.

weiterlesen...
Jetzt noch eine Ausbildung im Handwerk beginnen? Es ist nicht zu spät!
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...

weiterlesen...
Drei Stunden Stau am Schweizer Gotthard-Tunnel
Aus aller Welt

Blechlawinen vor dem Gotthard-Tunnel, Proteste in Amsteg: Wie Urlauber und Anwohner unter dem Mega-Stau leiden – und welche Alternativen es gibt.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Plötzlich wird es still am Trümmerberg in Cali
Aus aller Welt

In Kolumbiens Stadt Cali halten Menschen an einem eingestürzten Gebäude den Atem an. An den Trümmern helfen Freiwillige, beten Angehörige – und plötzlich gibt es Grund zur Hoffnung.

weiterlesen...
Nach Sonnenfinsternis: Patienten beklagen Augenschmerzen
Aus aller Welt

Schwindel, Brennen und Flecken: Nach der Sonnenfinsternis suchen einige Menschen mit Beschwerden die Augenkliniken auf. Was die Ärzte dazu sagen und was passiert, wenn Warnungen ignoriert werden.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Plötzlich wird es still am Trümmerberg in Cali
Aus aller Welt

In Kolumbiens Stadt Cali halten Menschen an einem eingestürzten Gebäude den Atem an. An den Trümmern helfen Freiwillige, beten Angehörige – und plötzlich gibt es Grund zur Hoffnung.

weiterlesen...
Nach Sonnenfinsternis: Patienten beklagen Augenschmerzen
Aus aller Welt

Schwindel, Brennen und Flecken: Nach der Sonnenfinsternis suchen einige Menschen mit Beschwerden die Augenkliniken auf. Was die Ärzte dazu sagen und was passiert, wenn Warnungen ignoriert werden.

weiterlesen...