Der Fall erinnert an den Pädokriminellen «White Tiger»: In Hamburg steht erneut ein junger Mann vor Gericht, der Kinder und Jugendliche im Internet zu sexuellen Handlungen und Selbstverletzungen vor der Webcam genötigt haben soll. Die sieben Opfer waren laut Anklage Mädchen im Alter zwischen 12 und 15 Jahren. Zudem werden dem 18-Jährigen schwulenfeindliche Angriffe auf homosexuelle Männer vorgeworfen. Verhandelt wird vor einer Jugendkammer der Großen Strafkammer des Landgerichts. Angeklagt sind über 50 Straftaten, die der Hamburger noch als Jugendlicher begangen haben soll. Die Öffentlichkeit ist von der Verhandlung ausgeschlossen. Vom Gericht sind bislang 16 Verhandlungstermine angesetzt. Laut Staatsanwaltschaft hat der Angeklagte Online-Gruppen nach dem Vorbild des internationalen Sadisten-Netzwerks «764» gegründet - in dem auch der als «White Tiger» bekanntgewordene mutmaßliche Pädokriminelle eine führende Rolle gespielt haben soll. Zwischen den Beschuldigten gab es laut Staatsanwaltschaft aber keine Verbindungen. Wie «White Tiger» soll aber auch der im zweiten Prozess Angeklagte seine Opfer emotional manipuliert und zu immer gravierenderen Verhaltensweisen gezwungen haben. Eines der Mädchen habe er überredet, sich die Namen des Angeklagten und von ihm gegründeter Gruppen in die Haut zu ritzen. Die Taten soll er zwischen Mai 2023 und März 2024 verübt haben. Vorgeworfen werden ihm schwere sexuelle Missbräuche von Kindern, sexuelle Nötigungen und gefährliche Körperverletzung in mittelbarer Täterschaft. Zwischen Sommer 2024 und Frühjahr 2025 soll er zudem Straftaten gegen Homosexuelle begangen haben. In elf Fällen vereinbarte er der Anklage zufolge über Dating-Portale Treffen mit Männern, um sie dann aus vermutlich homophoben Motiven unvermittelt anzugreifen und zu verletzen. Seit Dezember vergangenen Jahres sitzt der Beschuldigte in Untersuchungshaft. Im Fall «White Tiger» wird bereits seit Januar gegen einen 21 Jahre alten Deutsch-Iraner vor dem Landgericht verhandelt - ebenfalls in nicht öffentlichen Sitzungen. Der Hamburger soll zwischen 2021 und 2023 insgesamt 204 Straftaten begangen haben. «White Tiger» soll Kopf des Sadisten-Netzwerks «764» gewesen sein und über Kontinente hinweg per Internet Kinder und Jugendliche missbraucht haben. Meist soll er zunächst ihr Vertrauen gewonnen, sie dann mit pornografischen Bildern und Videos erpresst und vor laufender Kamera zu immer heftigeren Selbstverletzungen gezwungen haben - bis hin zum Suizid. Nach einem Bericht der «Washington Post», die sich auf Angaben des FBI bezieht, ist das Netzwerk «764» benannt nach einem Teil der Postleitzahl der texanischen Stadt Stephenville. Es sei die Heimatstadt des in den USA zu 80 Jahren Haft verurteilten Gründers des Netzwerks.Angeklagter soll junge Mädchen im Netz manipuliert haben
«White Tige» steht seit Januar vor Gericht
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Zweiter mutmaßlicher Pädokrimineller in Hamburg vor Gericht
Seit Januar steht «White Tiger» vor Gericht - unter diesem Namen soll er als Jugendlicher seine Opfer im Netz zu Selbstverletzungen genötigt haben. Nun wird ein zweiter, ähnlicher Fall verhandelt.
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