Der verheerende Waldbrand in der Provinz Guadalajara hat nach Behördenangaben inzwischen rund 32.000 Hektar Land zerstört und zählt damit zu den größten Bränden der jüngeren Geschichte Spaniens. Bei einem Besuch des Brandgebiets rief Ministerpräsident Pedro Sánchez zu einem parteiübergreifenden «Staatspakt gegen den Klimanotstand» auf. Zugleich äußerten sich die Einsatzkräfte vorsichtig optimistisch, den Brand nordöstlich von Madrid in den kommenden Tagen unter Kontrolle bringen zu können. Sánchez und der Präsident der betroffenen Region Kastilien-La Mancha, Emiliano García-Page, sprachen mit den Einsatzleitern über die Entwicklung des Feuers. García-Page sagte anschließend vor Journalisten, es gebe Anlass zu «vorsichtigem Optimismus». Die Erfolge bei den Löscharbeiten ließen hoffen, dass die Brandlage bald stabilisiert werden könne. Allerdings könnten die für Donnerstag angekündigten stärkeren Winde die Lage erneut verschärfen. Wegen der verbesserten Situation durften die Bewohner von fünf zuvor geräumten Ortschaften am Mittwoch in ihre Häuser zurückkehren. Zudem schlossen die Behörden die Rückkehr der Einwohner des Brandursprungsortes La Mierla rund 70 Kilometer nordöstlich von Madrid im Tagesverlauf nicht aus. Insgesamt waren seit Ausbruch am vorigen Donnerstag in der Sierra Norte 34 Ortschaften evakuiert und rund 1.200 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Der Brand, der nach ersten Erkenntnissen vermutlich durch landwirtschaftliche Arbeiten ausgelöst wurde, hat sich mittlerweile mit geschätzten rund 32.000 zerstörten Hektar - einer Fläche, die in etwa 45.000 Fußballfeldern entspricht - zum zweitgrößten Waldbrand des Landes seit Beginn der Erfassungen durch die Zentralregierung im Jahr 1968 entwickelt. Nur das Feuer von Larouco im Jahr 2025 fiel mit knapp 38.000 zerstörten Hektar in den Regionen Galicien und Kastilien und León im Nordwesten des Landes noch größer aus. In Guadalajara versuchten weiterhin rund 600 Einsatzkräfte unter anderem der Feuerwehr, des Zivilschutzes und der Militärischen Nothilfe-Einheit UME, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Sie wurden dabei nach amtlichen Angaben von knapp 30 Löschflugzeugen und -Hubschraubern unterstützt. Sánchez sagte in Guadalajara, die wissenschaftlichen Erkenntnisse ließen keinen Zweifel daran, dass der Klimawandel unter anderem auch Menschenleben koste. Die Bekämpfung der Klimakrise müsse deshalb über parteipolitische Auseinandersetzungen hinausgehen. Er sagte den betroffenen Gemeinden zudem weitere staatliche Unterstützung und finanzielle Hilfen für den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete zu. Die außergewöhnlich schwere Waldbrandsaison beschäftigt Spanien weiter. Nach Daten des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus sind seit Jahresbeginn landesweit bereits rund 123.000 Hektar verbrannt - knapp dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum.Einige dürfen bereits zurück nach Hause
Sánchez sagt finanzielle Hilfe zu
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Zweitgrößter Waldbrand Spaniens - Sánchez fordert Klimapakt
Der Waldbrand nordöstlich von Madrid ist bereits der zweitgrößte der jüngeren Geschichte Spaniens. Die zerstörte Fläche wird von Tag zu Tag größer. Doch die Behörden sind inzwischen optimistisch.
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