Für schweren sexuellen Missbrauch von Kindern hat das Landgericht Flensburg am Dienstag einen 35-Jährigen zu acht Jahren Haft verurteilt. Der Norddeutsche hatte ein damals zwölf Jahre altes Mädchen aus dem Raum München über das Internet an Freier im Süden vermittelt. Die Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre und zehn Monate wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in neun und sexuellen Missbrauchs von Kindern in einem Fall gefordert. Der Verteidiger plädierte auf vier Jahre. Der Angeklagte hat die Vorwürfe weitgehend eingeräumt. Über Messenger-Dienste und das Internet lockte der Mann aus dem Kreis Nordfriesland Minderjährige an, gab sich selbst als 16 oder 18 Jahre alt aus. Ursprünglich waren 42 Sexualdelikte angeklagt. Bis auf die zehn Taten stellte das Gericht das Verfahren vorläufig ein. Die Zwölfjährige vermittelte der Angeklagte unter Ausnutzung einer angeblichen finanziellen Notlage per Internet - teils entgeltlich - an Freier. Diese hielt er an, ihm Videos beziehungsweise Fotos des Missbrauchs zu schicken.
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Zwölfjährige an Freier vermittelt - acht Jahre Haft
Ein 35-Jähriger wurde zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm schweren sexuellen Missbrauch vorgeworfen.
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