Detmold (27. Februar 2026). Für Ostwestfalen-Lippe werden wieder zwölf ausgezeichnete, junge Redner beim Landeswettbewerb „Jugend debattiert" in Düsseldorf antreten. Zum Regionalwettbewerb kamen jetzt 100 Schülerinnen und Schüler von 27 Schulen zusammen, denn im großen Sitzungssaal der Bezirksregierung Detmold fanden die finalen Debatten statt. Die Erst- und Zweitplatzierten in den beiden Altersklassen des Wettbewerbs haben die nächste Runde erreicht und nehmen an der Landesqualifikation teil.
Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling besuchte einen Teil der finalen Debattierrunden und sagte in ihrer Begrüßung: „Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, schon in der Schule zu lernen, sich seine eigene Meinung zu bilden und diese zu vertreten. Gleichzeitig geht es auch darum, anderen zuzuhören und deren Argumentation ernst zu nehmen. ‚Jugend debattiert' leistet dazu einen großen Beitrag und wir sind als Bezirksregierung sehr gern Gastgeber für die finalen Debatten des Regionalwettbewerbs."
„In der Schule werden wir oft für richtige Antworten gelobt. Heute feiern wir etwas anderes: die Kunst, die richtigen Fragen zu stellen, denn jeder Dialog fängt mit einer guten Frage an", betonte einer der Regionalkoordinatoren, Daniel Hitzing, bei seiner Begrüßung. Mit der Teilnahme an „Jugend debattiert" lernen die Schülerinnen und Schüler, die richtigen Fragen zu stellen, andere Positionen dadurch besser zu verstehen, einen konstruktiven Dialog zu haben und respektvoll miteinander umzugehen.
„Jugend debattiert" hat sich in Ostwestfalen-Lippe an verschiedenen Schulen etabliert, sodass die Schulen rund 100 Teilnehmende für die Regionalwettbewerbe meldeten. Der Regionalwettbewerb ist dabei in zwei Altersklassen (Klasse 8 bis 10 und Jahrgangsstufe 10 bis 13) sowie die drei Regionen „Detmold I bis III" aufgeteilt. Ende Februar debattierten die Schülerinnen und Schüler jetzt wieder an drei Tagen gegeneinander. Die Themen waren vielseitig, aktuell und kontrovers zu diskutieren. So tauschten die Jugendlichen Argumente zu Streitfragen wie „Sollen für schriftliche Prüfungen in der Oberstufe Anwendungen mit künstlicher Intelligenz als Hilfsmittel zugelassen werden?" oder „Soll die Veröffentlichung von Wahlumfragen im Vorfeld von Wahlen verboten werden?" aus. Die Schülerinnen und Schüler überzeugten insbesondere dann die Jury , wenn sie Stellung bezogen, die eigene Position begründeten und Kritik vortrugen. Überwiegend Lehrer und auch ehemalige Wettbewerbsteilnehmer beurteilten als Jury die Überzeugungskraft, Sachkenntnis, Ausdruck und Gesprächsfähigkeit sowie das Einhalten der Redezeit von allen Teilnehmenden. Die Erst- und Zweitplatzierten reisen nach Düsseldorf in den Landtag, wo die landesweite Auswahl stattfindet.
„Jugend debattiert" ist ein bundesweit ausgerichteter Schülerwettbewerb auf Initiative und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Er wird jährlich von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung Mercator und der Heinz Nixdorf Stiftung durchgeführt. Weitere Informationen unter www.jugend-debattiert.de.
Foto: Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling begrüßt die Teilnehmenden zur finalen Debattenrunde von „Jugend debattiert" bei der Bezirksregierung Detmold.
Fotos: Bezirksregierung Detmold

