Gütersloh. Gelingendes Miteinander in Städten und Quartieren fördern – mit diesem Ziel be-schäftigten sich die Teilnehmenden des Impulsforums, das sich dem Thema ‚Lokale Begegnung vor Ort‘ widmete. Zu der Veranstaltung, die vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Gütersloh (KI) organisiert wurde, waren Fachkräfte sowie Ehrenamtliche eingeladen. In Vorträgen und Austauschforen erhielten sie Einblicke, wie und wo Begegnungen gelingen können und welche Faktoren und Bedingungen erfolgsversprechend sind.
Nach der Begrüßung von Abteilungsleiter Manuel Erdmeier folgten Impulsvorträge und Austauschforen. Referent Ralf Zimmer-Hegmann vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung stellte Ergebnisse aus der Quartiersarbeit und seiner wissenschaftlichen Arbeit vor. Er betonte, dass Begegnungen im Quartier zunehmend an Bedeutung gewinnen. Menschen verspüren den Wunsch nach sozialräumlicher Beheimatung und nach einer Verwurzelung an dem Ort, an dem sie leben. Begegnungen im eigenen Quartier ermöglichen nicht nur den Austausch, sondern tragen auch zum Abbau von Vorurteilen bei – insbesondere, weil die Kontakte über die eigene Familie und den Freundeskreis hinausreichen. Diese Begegnungen können sowohl an öffentlichen Orten als auch an halböffentlichen Orten sattfinden, etwa im Familienzentren oder dem Nachbarschaftsgarten. Damit solche Treffen gelingen, seien verschiedene Rahmenbedingungen zu erfüllen. Dazu zählen die Qualifizierung des Personals in den Einrichtungen, Angebote dauerhaft finanziell abzusichern und Einrichtungen und Akteure zu vernetzen.
Das Impulsforum setzte genau an dieser Vernetzung an und brachte verschiedene Einrichtungen und Akteure zusammen. In zwei Austauschforen kamen die Teilnehmenden ins Gespräch und konnten über Herausforderungen und Erfahrungen sprechen. Sie berichteten unter anderem über bereits erfolgreich umgesetzte Angebote wie Leseabende, Sprachcafés sowie Yoga- und Sportangebote. Als Herausforderungen nannten die Fachkräfte und Ehrenamtlichen die finanzielle und personelle Situation sowie bürokratische Hürden.
Auch das Thema digitaler Begegnungen fand Raum in den Diskussionen. Dazu war Elodie Müller von der Fachhochschule Münster als Referentin geladen. Sie fokussierte sich in ihrem Impulsvortrag auf die Digitalisierung und zeigte auf, wie durch niedrigschwellige und mehrsprachige Angebote eine größere Zielgruppe erreicht werden kann. Müller motivierte damit die Akteure und Verantwortlichen der Einrichtungen zu einem digitalen Auftritt ihrer Angebote.
Quelle: Kreis Gütersloh - hier Original öffnen (www.kreis-guetersloh.de)
Bildnachweis/Bildinformationen: Die Referenten Ralf Zimmer-Hegmann (Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung) (v.l.) und Elodie Müller (Fachhochschule Münster) zusammen mit Dr. Anna Noack, Dr. Agnies-zka Alers-Nieksch, Lena Satir und Hannah Plein (alle vom Kommunalen Integrationszentrum, Kreis Gütersloh).


