28. September 2026 / Kreis Gütersloh

Über 30 Jahre im Reich der Zahlen

Gütersloh. „Organisation ist eine Daueraufgabe“, sagt Jürgen Dewner mit Blick auf die vielen Veränderungen, die...

Veröffentlicht am 28. September 2026 um 11:13 Uhr

Gütersloh. „Organisation ist eine Daueraufgabe“, sagt Jürgen Dewner mit Blick auf die vielen Veränderungen, die sich im Laufe der Zeit im Bereich der öffentlichen Finanzen von der Kameralistik bis zum Neuen kommunalen Finanzmanagement ergeben haben. Das sei auch immer eine Chance, die Strukturen zu überdenken. „Aber das gehörte zum Geschäft schon immer dazu.“ Etwa gleich zum Start in der Kämmerei des Kreises 1995. Damals stiegen die Sozialausgaben in die Höhe – wie heute, gut 30 Jahre später wieder – und es wurde über neue Steuerungsmodelle diskutiert. Er betont: „Dabei wurde auch immer jede Ansatzerhöhung hinterfragt und beim Kreis Gütersloh restriktiv gehaushaltet.“ Dewner, der die Abteilung Finanzen des Kreises Gütersloh mit ihren 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seit 2007 geleitet hat, ist jetzt in den Ruhestand gegangen. Am Freitag, 25. September, war sein letzter Arbeitstag. 

Mit Blick auf den Konsolidierungsprozess, den der Diplom-Verwaltungswirt nicht mehr bis zum Ende begleiten wird, ist für Dewner wichtig: „Die entscheidenden Größen sind die Transferaufwendungen, die Leistungen für die soziale Sicherung, etwa in der Jugendhilfe und Pflege.“ Die Bundesrepublik sei ein Sozialstaat per Grundgesetz und das erfordere seine Finanzierung. Und das auf allen kommunalen Ebenen, so auch beim LWL wenn es um die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen gehe.



Dewner startete am 1. August 1981 beim Kreis Gütersloh, seine erste Ausbildungsstation führte ihn ins Personalamt. Nach der Ausbildung arbeitet er zunächst in der Polizeiverwaltung. Es folgte eine Auszeit bei der Bundeswehr und 1986 das Tiefbauamt. Untergebracht war die Abteilung damals in einem Wohnhaus in Rheda-Wiedenbrück neben der Kommunalen Haus und Wohnen (KHW). „Bis unters Dach“ hätten sich die Arbeitsplätze verteilt. „Wir waren damals immer gerne gezeigtes Anschauungsobjekt, wenn die Frage diskutiert wurde, ob man ein neues Kreishaus bräuchte.“ Anfang der 90er Jahre ging Dewner zur Fachhochschule, absolvierte die Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt.

Quelle: Kreis Gütersloh - hier Original öffnen (www.kreis-guetersloh.de)

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