25. November 2025 / Kreis Gütersloh

MIT-Projekt stärkt Demokratie und Vielfalt

Gütersloh. Wie kann Demokratie im Alltag erlebbar gemacht werden? Diese Frage steht im Mittelpunkt des MIT-Projekts,...

Gütersloh. Wie kann Demokratie im Alltag erlebbar gemacht werden? Diese Frage steht im Mittelpunkt des MIT-Projekts, das im Jahr 2024 im Kreis Gütersloh ins Leben gerufen wurde. MIT steht dabei nicht für eine Abkürzung, sondern für mitdenken, mitreden. Das Ziel: Menschen zu qualifizieren, die sich aktiv für Demokratie, Vielfalt und gegenseitigen Respekt einsetzen. Nach dem Start im vergangenen Jahr läuft das Projekt inzwischen in seinem zweiten Durchgang – mit rund 20 engagierten Teilnehmenden.

Organisiert wird das Projekt vom Netzwerk Gewaltprävention des Kreises Gütersloh in Zusammenarbeit mit den Partnerschaften für Demokratie in Rheda-Wiedenbrück und Schloß Holte-Stukenbrock. In insgesamt sechs Modulen lernen die Teilnehmenden, was Demokratie bedeutet, wie sie gelebt werden kann und wie sie als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren demokratische Werte weitergeben können. Beim dritten Modul, das kürzlich im Kreishaus Gütersloh stattfand, stand das Kennenlernen außerschulischer Lernorte und regionaler Akteure im Mittelpunkt. Durch das Modul führten Claudia Brhel und Melina Weßling vom Netzwerk Gewaltprävention. Rund zehn Organisationen stellten ihre Arbeit vor, darunter Wegweiser NRW, BackUp NRW, SCHLAU Bielefeld, das Kriminalkommissariat für Prävention und Opferschutz der Kreispolizei Gütersloh sowie Queere Jugend NRW.

Besonders gefreut hat sich das Organisationsteam über den Beitrag von Annette Flottmeier und Stefanie Erb, zwei Teilnehmerinnen, die im ersten MIT-Durchgang ausgebildet worden sind. Sie präsentierten ihre bisherige Tätigkeit als MIT-Trainerinnen in der Region Rietberg. „Das zeigt, wie nachhaltig und lebendig das MIT-Projekt bereits in der Region wirkt“, so das Fazit der Organisatorinnen. Auch weitere Einrichtungen wie die Gedenkstätte Stalag 326, die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus und das Programm ‚Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage‘ unterstützten das Modul mit Informationsmaterialien. Beim anschließenden Markt der Möglichkeiten nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum Austausch und zum Knüpfen neuer Kontakte.

Das vierte Modul, das ebenfalls im Kreishaus stattfand, widmete sich theoretischen Grundlagen zu Rahmenbedingungen und Rollenklärung. Damit beginnt für die angehenden Trainerinnen und Trainer nun die Praxisphase: In Tandems werden sie in den kommenden Monaten erste eigene Workshops an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen im Kreis durchführen.

Nach Abschluss aller sechs Module können die frisch ausgebildeten MIT-Trainerinnen und -Trainer künftig auf Honorarbasis für demokratiefördernde Projekte im Kreis Gütersloh gebucht werden. Interessierte Einrichtungen können sich dazu beim Netzwerk Gewaltprävention melden. Angesichts des großen Interesses ist bereits jetzt denkbar, dass das Projekt im kommenden Jahr in eine dritte Runde geht.

Quelle: Kreis Gütersloh - hier Original öffnen (www.kreis-guetersloh.de)


Bildnachweis/Bildinformationen: Sie trainieren, um Menschen zu qualifizieren, die sich aktiv für Demokratie, Vielfalt und gegenseitigen Respekt einsetzen.     

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