Rebekka Jakobs (Bildmitte) freut sich über die Verstärkung für das Caritas-Team in der spezialisierten Wundversorgung.
Herzliche Glückwünsche zur bestanden Prüfung: Der Caritasverband für den Kreis Gütersloh hat Mitarbeitende aus der ambulanten Pflege gewürdigt, die kürzlich ihre Weiterbildung für die Spezialisierte Wundversorgung erfolgreich abgeschlossen haben. Die Pflegefachkräfte aus den Caritas-Sozialstationen in Gütersloh, Kaunitz, Langenberg, Rheda, Schloß Holte-Stukenbrock und Wiedenbrück sind für die Menschen vor Ort ab sofort auch als zertifizierte Wundexpertinnen und Wundexperten im Einsatz. Als Zeichen der Wertschätzung für dieses besondere Engagement fand ein kleiner Empfang in der Caritas-Geschäftsstelle in Gütersloh statt.
Andrea Vieweger, Fachbereichsleiterin „Leben im Alter“, und Wundtherapeutin Rebekka Jakobs, gratulierten der Gruppe herzlich und freuten sich über die Verstärkung für das Team der zertifizierten Wundexpertinnen und Wundexperten bei der Caritas Gütersloh, zu dem nun insgesamt mehr als 20 Pflegefachkräfte zählen. „Was für eine beeindruckende Leistung. Vielen Dank für die Bereitschaft, diese anspruchsvolle Zusatzqualifikation neben der täglichen Arbeit zu absolvieren“, sagte Andrea Vieweger. Rebekka Jakobs ergänzte: „Danke für euren großartigen Einsatz. Mit jeder abgeschlossenen Fortbildung wird die fachliche Qualität in der Pflege weiter gestärkt – und damit die Versorgung der Menschen, die uns brauchen.“
Bei einer Erfrischung kam die Gruppe miteinander ins Gespräch. „Die Fortbildung war interessant, spannend, komplex, und ich bin froh, dass ich dabei war“, sagte Pflegefachkraft Andreas Lange aus der Sozialstation Schloß Holte-Stukenbrock. „Schwer heilende Wunden sind oft mit Schmerzen und Einschränkungen im Alltag verbunden. Ich habe die Weiterbildung gemacht, um die Betroffenen noch besser unterstützen zu können“, beschrieb seine Kollegin Sophie Tegethoff aus Kaunitz ihre Motivation. Und Sigourney Schubert, stellvertretende Pflegedienstleitung aus Wiedenbrück, ergänzte: „Wir betrachten nicht nur die Wunde, sondern beziehen die gesamten Lebensumstände der Betroffenen ein, etwa Vorerkrankungen, Medikamente und die Ernährung. Diesen ganzheitlichen Ansatz schätze ich sehr.“
Die spezialisierte Wundversorgung ist die professionelle, kontinuierliche Behandlung von chronischen, komplexen oder schwer heilenden Wunden. Das sind zum Beispiel Dekubitus, „offenes Bein“ oder Diabetisches Fußsyndrom. Die geschulten Pflegefachkräfte der Caritas-Sozialstationen im Kreis versorgen die Patientinnen und Patienten direkt im häuslichen Umfeld, etwa durch systematische Wundreinigung, Desinfektion, den Einsatz moderner Wundauflagen und engmaschige Verlaufskontrolle. Das geschieht stets nach Verordnung und in enger Abstimmung mit den behandelnden Ärzten. Die Behandlung dieser Wunden ist eine Kassenleistung. Um in diesem Bereich arbeiten zu dürfen, müssen die Pflegefachkräfte berufsbegleitend eine knapp 90-stündige Zusatzqualifikation mit Prüfungen, Hospitationen und einer Abschlussarbeit meistern.
Weitere Informationen über die spezialisierte Wundversorgung der Caritas Gütersloh gibt es im Internet unter https://www.caritas-gt.de/leben-im-alter/spezialisierte-wundversorgung
Foto: Caritas Gütersloh

