18. Februar 2026 / Partner News

Sparky hilft bei der Biografie-Arbeit

Besuchshund weckt in Tagespflege „Am Ahornpark“ schöne Erinnerungen

Veröffentlicht am 18. Februar 2026 um 10:07 Uhr

Rheda-Wiedenbrück, 18. Februar 2026. „Haben Sie Sparky dabei?“ ist oft das Erste, was Hedwig Roscher hört, wenn ihre Gäste in der Tagespflege „Am Ahornpark“ in Rheda-Wiedenbrück eintreffen. Erst dann folgt das übliche „Guten Morgen“. Sparky ist Hedwig Roschers Mischlingshund, eine Kombination aus weißem Schäfer- und Berner Sennenhund. Die Leiterin der Einrichtung von DeineDiakonie* setzt den 13-Jährigen erfolgreich als Besuchshund ein. Besonders bei der individuellen „Biografie-Arbeit“ mit demenziell veränderten Menschen leistet er hervorragende Dienste.

Aus der Einzelbetreuung ist der Vierbeiner kaum noch wegzudenken. „Biografie-Arbeit ist ein sehr wichtiges Thema“, unterstreicht Hedwig Roscher. „Wie hilfreich ein Tier dabei sein kann, das habe ich besonders beim Umgang mit Menschen mit Demenz erlebt.“ Die 46-Jährige bringt 20 Jahre Erfahrung in der Pflege ein. Zusätzlich zu ihrer Tätigkeit in Rheda-Wiedenbrück ist sie als stellvertretende Leiterin der Tagespflege von DeineDiakonie in Beckum tätig.

Ein Beispiel aus der Praxis: Eine demenziell veränderte ältere Dame war oft in sich gekehrt und zeigte sich in sozialen Situationen stark angespannt und abweisend. Doch in dem Biografie-Fragebogen, den ihre Angehörigen ausgefüllt hatten, fand sich eine Lösung: Früher hatte die Dame selbst Hunde besessen und sehr geliebt. Einen Versuch war es also wert. Sparky wurde ins Spiel gebracht. Und was kaum ein Mensch bei der Klientin geschafft hätte, gelang Sparky sofort: Ihr sonst so starrer Gesichtsausdruck wich einem Lächeln, sobald sie den Hund streicheln durfte. Und ein gemeinsamer Spaziergang machte sie regelrecht glücklich.

Weshalb eine Dame ständig ihre Serviette glattstreicht

Etwas über die Biografie oder genauer über das frühere Leben und die Hobbys der Gäste zu wissen, hilft grundsätzlich im Umgang. So auch bei einer Frau, die unentwegt ihre Serviette glattstreicht. Die Betreuerinnen haben eine Erklärung für das sonderbare Verhalten: Früher hat diese Dame als Hauswirtschafterin gearbeitet und täglich Wäsche geglättet.

Bei den bis zu 18 Tagesgästen in Rheda-Wiedenbrück handelt es sich um Menschen mit körperlichen Einschränkungen, mit und ohne demenzielle Veränderungen. Sie werden den ganzen Tag über versorgt, betreut und unterhalten.

Über Sparky freuen sich alle. Immer wieder versucht jemand, den Hund im Büro zu erspähen. Ruhig und zufrieden liegt der „alte Herr“ meistens da. Wer hineinkommt und ihn begrüßt, den stupst er mit der Nase an und verlangt seine Streicheleinheiten. Dabei achtet das Team stets darauf, dass Sparky seinen festen Platz hat und die Begegnungen in einem geschützten Rahmen stattfinden.

„Wie der Hund sich bei mir ankuschelt. Das ist so schön! Der hat mich ganz gerne!“, sagt Christel Hinze. Sie wohnt direkt gegenüber in einer barrierefreien Wohnung, an die auch die Pflege-WG „Wohnen am Ahornpark“ grenzt. Diese ist ebenfalls Teil des Versorgungszentrums der Diakonie an der Oelder Straße 26. Außerdem hat die ambulante Pflege der Diakonie ihren Sitz in dem U-förmigen, im Sommer 2023 neu eröffneten Gebäude-Ensemble. Dreimal pro Woche kommt Christel Hinze in die Tagespflege; auch an den anderen Tagen genießt sie das Mittagessen dort. Die größte Attraktion für die Seniorin aber bleibt Sparky.

Fotocredits: © DeineDiakonie/Ulla Rettig BUZ: Hedwig Roscher, Leiterin der Tagespflege „Am Ahornpark“, im Gespräch mit Nachbarin Christel Hinze. Diese kommt gern und regelmäßig als Gast in die Einrichtung, auch wegen Hund Sparky. 

 

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