Weiten Teilen Frankreichs steht nach Befürchtung der Behörden wegen mangelnden Regens ein zweiter Dürre-Sommer bevor. Der Grundwasserstand sei aktuell in drei Vierteln der Gebiete unterdurchschnittlich und vielfach niedrig bis sehr niedrig, teilte der Nationale geologische Dienst (BRGM) mit. Nach einem Winter mit sehr wenig Niederschlag habe üppiger Regen im März zwar die ausgetrockneten Böden aufgeweicht und komme dem Start der Vegetation zugute. Die Grundwasserreserven tiefer unter der Erde, die unter dem heißen und trockenen Sommer vergangenen Jahres gelitten haben, seien bislang aber ungenügend aufgefüllt, hieß es weiter. Die Behörde befürchtet eine schnelle Verschlechterung der Lage, wenn wegen wenig Schneefalls in den Bergen Schmelzwasser ausbleibt und in der Summe weiterhin zu wenig Regen fällt. Noch im April müssten Landwirte dann mit dem Bewässern ihrer Flächen beginnen, was den Grundwasserspiegel weiter senkt. Üppige Regenperioden könnten indes den Start der Bewässerung herauszögern und die Situation zumindest örtlich stabilisieren. Präsident Emmanuel Macron rief angesichts des Wassermangels bereits zu Sparsamkeit auf. Bis 2030 sollten alle Sektoren zehn Prozent weniger Wasser nutzen. Das Sparen sei notwendig, weil durch den Klimawandel bis 2050 etwa 30 bis 40 Prozent weniger Wasser zur Verfügung stünden. Geringeren Verbrauch will Macron auch durch einen höheren Wasserpreis ab einem bestimmten Verbrauch erreichen. Außerdem soll deutlich mehr Wasser als bisher wiederverwendet werden.
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Dürreperiode in weiten Teilen Frankreichs befürchtet
Weniger Schmelzwasser aus den Bergen und in der Summe zu wenig Regen: Der Grundwasserspiegel ist in Frankreich vielerorts bedenklich niedrig.
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