13. Mai 2022 / Aus aller Welt

Fahndung nach Tod von Geschwisterpaar dauert an

Die Fahndung läuft auf Hochtouren. Um den Erfolg nicht zu gefährden, geben die Ermittler nur wenig preis. Viele Details des Falles bleiben auch zwei Tage nach der Tat im Dunkeln.

Blumen und Kerzen erinnern an den gewaltsamen zweier Kinder in Haunau.
Veröffentlicht am 13. Mai 2022 um 15:17 Uhr

Nach dem Tod zweier Geschwister in Hanau sucht die Polizei weiter nach dem Tatverdächtigen. Die Fahndung dauere an, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Auch die Staatsanwaltschaft gab keine neuen Details preis: «Die Fahndung läuft auf Hochtouren», sagte die Hanauer Staatsanwältin Lisa Pohlmann.

Ermittelt wird wegen Mordverdachts. Dem Vernehmen nach handelt es sich bei dem Gesuchten um den Vater der beiden Kinder - ein siebenjähriges Mädchen und ein elfjähriger Junge.

Am Mittwochmorgen hatten Passanten vor einem Hochhaus in der Hanauer Innenstadt auf dem Boden den schwer verletzten Jungen gefunden. Er starb kurz darauf im Krankenhaus. Auf dem Balkon der Wohnung im neunten Stock des Hauses wurde seine tote Schwester entdeckt.

Die Staatsanwaltschaft hatte von einem mutmaßlichen familiären Hintergrund der Tat gesprochen, weitere Details waren offen geblieben. Die Geschwister lebten in der Wohnung, in der das Verbrechen geschah. Die Ermittler erklärten, wer im Zusammenhang mit der Tat eine auffällige Person gesehen habe, werde gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Hanau in Verbindung zu setzen.

Hinweis auf familiäre Probleme

Die Familie war zum Jahreswechsel 2021/22 nach Hanau zugezogen. Schon Monate vor der Tat lagen dem Hanauer Jugendamt Hinweise auf familiäre Probleme vor, wie die Stadt berichtet hatte. Die Obduktion der Leichen hatte ergeben, dass das Mädchen an Verletzungen durch «scharfe Gewalteinwirkung im Halsbereich» starb. Bei dem Jungen hätten multiple innere Verletzungen zum Tod geführt. Sie seien auf einen Sturz aus großer Höhe zurückzuführen.


Bildnachweis: © Boris Roessler/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

US-Medien: Schreiben behauptet Tod vermisster Nancy Guthrie
Aus aller Welt

Das Verschwinden der Mutter von US-Moderatorin Savannah Guthrie sorgte in den USA Anfang des Jahres für großes Aufsehen. Nun berichten US-Medien über eine mutmaßliche Nachricht der Entführer.

weiterlesen...
45-Jähriger in U-Haft - Trauer nach Tat in Stade
Aus aller Welt

Ein Termin zum Sorgerecht für ein Baby endet tödlich. Sechs Menschen, die vermitteln und helfen wollten, sterben. Am Tag danach kommt der 45-Jährige in U-Haft.

weiterlesen...
Gewalt in Stade: «Was die gesehen haben, hinterlässt Spuren»
Aus aller Welt

Sechs Tote, mehrere Verletzte: Ein Gewaltverbrechen erschüttert eine Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade. Die Behörden teilen erste Erkenntnisse.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Nach tödlichem Hundeangriff: Kind wird obduziert
Aus aller Welt

Die Rasse des Hundes wird in Sachsen-Anhalt als gefährlich eingestuft, dennoch war das Tier Teil der Familie. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft nach dem Fall weiter vorgehen.

weiterlesen...
Wiederverwendbare Rakete: China fängt erstmals Stufe auf
Aus aller Welt

Eine Raketenstufe fliegt zurück zur Erde und wird auf See aufgefangen: China meldet einen bedeutenden Durchbruch. Solche wiederverwendbare Raketen gibt es bisher nur sehr wenige.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Nach tödlichem Hundeangriff: Kind wird obduziert
Aus aller Welt

Die Rasse des Hundes wird in Sachsen-Anhalt als gefährlich eingestuft, dennoch war das Tier Teil der Familie. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft nach dem Fall weiter vorgehen.

weiterlesen...
Wiederverwendbare Rakete: China fängt erstmals Stufe auf
Aus aller Welt

Eine Raketenstufe fliegt zurück zur Erde und wird auf See aufgefangen: China meldet einen bedeutenden Durchbruch. Solche wiederverwendbare Raketen gibt es bisher nur sehr wenige.

weiterlesen...