21. April 2023 / Aus aller Welt

Mann mit Messer randaliert in Jüdischem Krankenhaus

Mitarbeiter des Jüdischen Krankenhauses alarmieren die Polizei, weil ein Patient randaliert. Auch die Einsatzkräfte können ihn nicht beruhigen. Es fallen Schüsse.

Alarm im Jüdischen Krankenhauses im Wedding.
Veröffentlicht am 21. April 2023 um 18:06 Uhr

Die Polizei hat im Jüdischen Krankenhaus Berlin auf einen mit einem Messer bewaffneten Patienten geschossen. Der 45-Jährige sei am Bein verletzt worden, teilte ein Polizeisprecher am Freitag mit. Die Beamten seien von Beschäftigten der Klinik am Freitagnachmittag gegen 14.30 Uhr alarmiert worden, weil der Mann auf einer Station randaliert habe. Nach Angaben des Sprechers attackierte der Mann die Einsatzkräfte nach deren Eintreffen mit einem Messer. Zuvor hatte die «B.Z.» berichtet.

Die Hintergründe seien noch unklar, sagte der Polizeisprecher. Zu dem Vorfall soll es auf einer Suchtstation des Krankenhauses gekommen sein. Nach bisherigen Erkenntnissen seien außer dem Angreifer keine weiteren Menschen verletzt worden, so der Sprecher.

Polizei stoppt Angreifer mit zwei Schüssen

Nach «B.Z.»-Informationen wurde der Angreifer mit zwei Schüssen von der Polizei gestoppt. Auf die Aufforderung, das Messer aus der Hand zu legen, soll er zuvor nicht eingegangen sein. Der 45-Jährige sei medizinisch versorgt worden und sei stabil, sagte der Polizeisprecher.

Den Angaben zufolge hat eine Mordkommission die Ermittlungen zu dem Fall übernommen. Dies ist laut Polizei generell der Fall, wenn Beamte im Einsatz geschossen haben. Am Tatort erfolgte die Sicherung von Spuren und Zeugen wurden befragt.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bezeichnete Situationen mit Bewaffneten in Krankenhäusern als hochgefährlich, weil es auch darum gehe, Patienten, Personal und Gäste aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Die Beamten hätten in einer «absoluten Ausnahmesituation» Ruhe bewahrt und wohl Schlimmeres verhindert, so der Berliner GdP-Landeschef Stephan Weh. «Kein Polizist schießt gern. Leider haben wir momentan gerade bei unkooperativen, mit Messer bewaffneten Angreifern keine andere Option als die Schusswaffe, um Gefahren abzuwenden.»


Bildnachweis: © Paul Zinken/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Goldener Kamm in Gütersloh
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...

weiterlesen...
Kampf gegen Feuer in Belgien - Weiter Bangen auch in NRW
Aus aller Welt

Das Feuer aus Belgien rückt zwar nicht weiter Richtung Monschau in der Eifel vor. Von Normalität ist man aber sehr weit weg, das Bangen bleibt. Rufe und Forderungen aus und an die Politik werden laut.

weiterlesen...
Brand im Hohen Venn: Evakuierung bei Monschau angeordnet
Aus aller Welt

Wegen des Waldbrandes im Hohen Venn müssen Anwohner in Deutschland ihre Häuser verlassen. Eine Notunterkunft ist eingerichtet.

weiterlesen...

Neueste Artikel

TV-Helikopter stürzt in Los Angeles ab - mehrere Tote
Aus aller Welt

Ein schwerer Autounfall in Los Angeles lockt Hubschrauber von Nachrichtensendern an, die berichten wollen. Dann stürzt einer der Helikopter ab. Mindestens drei Menschen kommen ums Leben.

weiterlesen...
Ozonloch über der Antarktis so klein wie selten seit 1990
Aus aller Welt

Weniger FCKW, kleineres Ozonloch – doch UV-Risiken bleiben. Was die WMO-Chefin zum Schutz empfiehlt - und was das für die Menschen bedeutet.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

TV-Helikopter stürzt in Los Angeles ab - mehrere Tote
Aus aller Welt

Ein schwerer Autounfall in Los Angeles lockt Hubschrauber von Nachrichtensendern an, die berichten wollen. Dann stürzt einer der Helikopter ab. Mindestens drei Menschen kommen ums Leben.

weiterlesen...
Ozonloch über der Antarktis so klein wie selten seit 1990
Aus aller Welt

Weniger FCKW, kleineres Ozonloch – doch UV-Risiken bleiben. Was die WMO-Chefin zum Schutz empfiehlt - und was das für die Menschen bedeutet.

weiterlesen...