27. Juni 2022 / Aus aller Welt

Unwettergefahr in Deutschland: «Es ist Dampf im Kessel»

Starkregen, Sturmböen und Hagelkörner groß wie Tischtennisbälle: Experten sagen eine explosive Wetterlage für viele Regionen voraus. Wo es in den kommenden Tagen blitzen und krachen kann.

Ursache für die derzeit hohe Gewittergefahr über Deutschland sind ein Tiefdruckgebiet bei den Britischen Inseln und ein Hochdruckgebiet über Osteuropa. (Archivbild: Gewitter über Frankfu...
Veröffentlicht am 27. Juni 2022 um 11:56 Uhr

In vielen Regionen Deutschlands müssen sich die Menschen auch in den kommenden Tagen auf Unwettergefahren einstellen. Bis zum Wochenende kann es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in weiten Teilen des Landes zu heftigem Starkregen, schweren Sturmböen und Hagel kommen, im Einzelfall können die Körner so groß wie Tischtennisbälle sein.

«Es ist weiterhin Dampf im Kessel, denn an der eingefahrenen Wetterlage ändert sich quasi nichts», sagte ein DWD-Meteorologe in Offenbach. Ursache für hohe Gewittergefahr sind den Angaben zufolge ein Tiefdruckgebiet bei den Britischen Inseln und ein Hochdruckgebiet über Osteuropa. Sie sorgen dafür, dass aus Süden und Südwesten feuchte Mittelmeerluft nach Deutschland zieht.

«Genau über dem Land liegt dabei eine Luftmassengrenze, in deren Bereich es immer wieder zu Schauern und Gewittern samt erhöhtem Unwetterpotential kommt», erklärte der Meteorologe.

Bis zu 36 Grad im Osten, knapp 20 Grad im Westen

Dabei kommt es zu gewaltigen Temperaturunterschieden: Während der DWD am Montag für den Osten bis zu 36 Grad erwartete, lagen die Werte im Westen bei gerade einmal knapp über 20 Grad. Dort gab es den Angaben zufolge leichte Regenschauer. In den östlichen Bundesländern hingegen gab es bereits am Vormittag amtliche Warnungen vor «extremer Hitze».

Dort erwartete der DWD auch die stärksten Gewitter. Am Dienstag dürften sich vor allem in der Südhälfte Gewitter und Unwetter zusammenbrauen, die dann in der Nacht zum Mittwoch in den Norden ziehen. «Am Mittwoch wird es daher fast im gesamten Land recht unbeständig bei schwülwarmen Temperaturen», sagte der Wetterkundler.

Demnach breiten sich die Schauer und teils kräftigen Gewitter zur Wochenmitte nach Norden hin aus. Im äußersten Westen, später auch im äußersten Südwesten bleibt es trocken. Die Höchstwerte pendeln zwischen 23 und 28 Grad. Am Donnerstag kommt im Westen dann erneut Regen auf. Am Alpenrand und in der Mitte gibt es heftige Schauer und Gewitter.


Bildnachweis: © Arne Dedert/dpa
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