Die chemische Industrie in Deutschland weitet ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung in diesem Jahr nicht aus. Zu dieser Prognose kommt der Verband der Chemischen Industrie (VCI), der auf der anderen Seite einen erhöhten Innovationsbedarf sieht. «Corona, Probleme in den Lieferketten und die Energiekrise erfordern innovative Lösungen der Chemie», erklärte VCI-Forschungsexperte Thomas Wessel am Mittwoch. Die Ertragslage der Unternehmen stehe aber erheblich unter Druck. Im vergangenen Jahrzehnt seien die Forschungsetats der Branche durchschnittlich um 5 Prozent pro Jahr gestiegen, berichtete der VCI. Die Entwicklung stockte 2020 wegen der Pandemie, und auch 2021 konnte mit 13,2 Milliarden Euro Ausgaben für Forschung und Entwicklung das Vorkrisenniveau nicht wieder erreicht werden. Wessel kritisierte die aus seiner Sicht zu geringen Investitionsbeteiligungen des Staates. Deutschland belege hier im internationalen Vergleich einen der hinteren Plätze. Gleichzeitig sehe jede dritte Firma die komplexen deutschen Genehmigungsverfahren als Bremsklotz für ihre Forschungsprojekte. Für Pilot- und Demonstrationsanlagen solle die Beteiligung der Öffentlichkeit «reduziert» werden, schlägt der Verband vor.
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Verband: Forschungsetats in der Chemie stagnieren
Corona, Probleme in den Lieferketten und die Energiekrise machen auch der chemischen Industrie zu schaffen. Forschungsetats werden dieses Jahr nicht ausgeweitet.
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