11. Juli 2021 / Aus aller Welt

Waran weiter verschwunden - Klimahaus Bremerhaven geöffnet

Das Gehege ist nicht komplett verschlossen, da ergreift ein Waran im Klimahaus in Bremerhaven die Flucht. Das Ausstellungshaus schließt vorübergehend. Trotz Suche fehlt jede Spur von dem Tier.

Ein Waran blickt in die Kamera.
Veröffentlicht am 11. Juli 2021 um 11:55 Uhr

Ein ausgebüxter Waran im Klimahaus in Bremerhaven ist auch am Sonntag weiter verschwunden geblieben. Dennoch konnten Besucherinnen und Besucher die Ausstellung im Klimahaus wieder erkunden.

«Wir haben sichergestellt, dass das Tier für Besucher keine Gefahr darstellt», sagte Klimahaus-Sprecher Holger Bockholt am Sonntagvormittag. Demnach sei der Waran nicht aggressiv und verstecke sich vermutlich in einer Ecke oder Spalte. Zudem sei die Aussicht in dem sehr großen Gebäude des Klimahauses zufällig auf den flüchtigen Waran zu treffen sehr gering. «Wenn überhaupt, dann kommt das Tier nachts raus», erklärte Bockholt.

Der fast ausgewachsene Nilwaran war wahrscheinlich am Freitagmorgen entwischt, als das Gehege wegen einer technischen Störung nicht komplett verschlossen war. Als die Tierpfleger ihre Kontroll- und Fütterungsrunde drehten, entdeckten sie, dass der Waran fehlte - er war allein in seinem Gehege. Kurze Zeit später wurde das Haus vorübergehend für Besucher geschlossen.

Bei der Suche nach dem Reptil nutzten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Handschuhe und Werkzeuge. So könne das Tier zum Beispiel mit einem Netz eingefangen werden, sagte Bockholt. Demnach sei das rund 80 Zentimeter lange Schuppenkriechtier von Natur aus sehr gut im Verstecken. Bei Waranen handele es sich um sehr scheue Tiere. Zudem sei das Gebäude sehr groß, allein die Ausstellung umfasse 11 500 Quadratmeter.

Die Hoffnung sei, dass das Tier irgendwann Hunger bekommt und nachts von den ausgelegten Ködern angelockt wird. Ein Waran könne aber locker zwei Wochen ohne Nahrung auskommen, sagte der Sprecher. Gefährlich für das Tier könne es werden, wenn es zum Beispiel irgendwo herunterfalle.

Im Klimahaus können Interessierte eine Reise am achten Längengrad Ost entlang machen - durch verschiedene Klimazonen. Der ausgebüxte Waran lebt in der Reisestation Kamerun. Ziel des Hauses ist es, Menschen für das Thema Klima zu interessieren und zu zeigen, wie faszinierend und schützenswert die Erde ist.


Bildnachweis: © picture alliance / dpa
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