19. Dezember 2021 / Für die ganze Familie

Geschichte zum 4. Advent

"Schneekugel"

Wir wünschen Euch einen schönen 4. Advent! Genießt eine heiße Schokolade und lest Euch unsere Geschichte durch:

"Schneekugel"

Es schneit. Ich schüttelte die Schneekugel erneut. Das kleine Männchen schien so fröhlich zu sein - es war in seiner perfekten kleinen Welt voller Weihnachtsfreude. Was für eine schöne Vorstellung.

Es war ein Fehler, nach Amerika zu gehen. Vielleicht auch nicht - ich habe meine Karriereziele allesamt in nur einem Jahr erreicht und dabei viel Geld verdient.

Doch abseits von meiner prächtigen Karriere war mein Leben alles andere als erfolgreich: Mein Freund hatte mit mir Schluss gemacht und mit der einzigen Freundin, die ich hier hatte, habe ich mich vor vier Wochen zerstritten.

Ich konnte die Fröhlichkeit des kleinen Männchens nicht länger ertragen. Es war die Schneekugel, die ich vor Jahren von meinen Eltern geschenkt bekommen habe, und dieses Jahr vermisste ich meine Eltern sehr. Sie haben mich zwar unterstützt, als ich Ihnen von meinen Plänen nach Amerika zu gehen berichtet habe, aber begeistert davon waren sie nicht, das wusste ich. Es schmerzte daran zu denken, dass ich das erste Weihnachten ohne sie feiern würde. Es war der 24. Dezember und ich saß alleine in meiner Wohnung - das hätte es zu Hause nie gegeben. »Alleine an Weihnachten sollte niemand sein!« Hörte ich die Stimme meiner Mutter in meinem Kopf, sie konnte es noch nie leiden, wenn jemand Weihnachten allein war und lud immer jemanden ein, der sonst an diesem Tag alleine zu Hause saß. Doch so viele Kilometer weit entfernt könnte sie nichts gegen meine Einsamkeit tun.

Und obwohl ich es nicht wollte, starrte ich die Schneekugel auf meiner Fensterbank weiter an. Ich schüttelte ab und zu, um zuzuschauen, wie die Schneeflocken langsam nach unten sanken.

Es klingelte, eigentlich wollte ich nur in meinem Selbstmitleid versinken, trotzdem ging ich zur Tür und machte auf. Ich traute meinen Augen nicht, als meine Eltern vor der Tür standen.

Mein Vater musste lachen, als er mein verwundertes Gesicht sah, »Hallo Töchterchen - bist Du überrascht uns zu sehen?!« »Glaubst Du wirklich, dass wir Dich an den Weihnachtstagen alleine lassen?« Entgegnete meine Mutter mir sanftmütig. Ich konnte es nicht fassen, sie standen wirklich vor mir, sie waren für mich die ganze weite Strecke geflogen nur um mit mir Weihnachten zu feiern.

Ich war überglücklich und stand ein wenig neben mir. »Ich würde sagen, wir holen uns erst mal etwas Leckeres zu essen.« Riss mein Vater mich aus meinen Gedanken. Ich strahlte ihn an - ich wusste genau, wo wir unser Essen holen konnten: In meinem Lieblingsladen ein paar Straßen weiter. Dort gab es köstliche Nudeln und knuspriges Huhn.

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