25. Oktober 2022 / Good Vibes

NRW-Fluthelfer-Medaillen für DLRG-Einsatzkräfte

Elf ehrenamtliche Helfer aus dem Kreis wurden ausgezeichnet

Elf ehrenamtliche Helfer der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Kreis Gütersloh sind jetzt mit der Fluthelfer-Medaille des Landes NRW ausgezeichnet worden. Sie hatten im Sommer des vergangenen Jahres bei der Flutkatastrophe im Rhein-Erft-Kreis und im Märkischen Kreis geholfen.

Bei der Unwetterkatastrophe 2021 kamen mehr als 180 Menschen ums Leben, mehr als 800 wurden schwer verletzt. Der Sachschaden ging in die Milliarden. Viele Menschen waren damals zu Hilfe geeilt. Auch von den Feuerwehr und den Hilfsorganisationen im Kreis Gütersloh. Daher hatte das Land NRW eine Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Einsatzmedaille gestiftet. Rund 62.000 davon wurden oder werden vergeben. Elf davon sind auch bei den Katastrophenschutzhelfern der DLRG im Kreis Gütersloh angekommen.

Die stellvertretende Vorsitzende des DLRG-Bezirks Kreis Gütersloh, Maren Schirmer, und DLRG-Geschäftsführer Daniel Tschirschke hatten in Vertretung des NRW-Innenministers Herbert Reul die Aufgabe übernommen, gemeinsam mit Björn Beil, dem Leiter Einsatz im DLRG-Bezirksvorstand, die Medaillen an die Einsatzkräfte zu überreichen. „In dankbarere Anerkennung für die Helferinnen und Helfer im Einsatz der Flutkatastrophe 2021“, wie es auf der Urkunde heißt. Ausgezeichnet wurden die Helfer des DLRG-Bootstrupps und des Tauchtrupps, die im Sommer 2021 alarmiert worden waren.

Für den Tauchtrupp waren als Truppführer Hans-Dieter Hucke, als Einsatztaucher Mark Richards und Matthias Otto aus der DLRG-Ortsgruppe Gütersloh und Meinolf Maasmeier aus Verl sowie als Kraftfahrer Michael Wintjen aus der Ortsgruppe Halle im Einsatz. An der Sammelstelle im Märkischen Kreis war der Verlust zweier Feuerwehrleute bekanntgeworden, der alle Einsatzkräfte in erheblichem Maße in eine bedrückende Stimmung versetzte. Unter anderem hat das heimische Team dann geholfen, ein Gebäude zu sichern. Noch am gleichen Abend war der Einsatz der Taucher beendet.

Der Bootstrupp mit Jannik Druffel, Jan Eickhoff, Cedric Oberröhrmann, Patrick Roick, Verena Roick und Maurice Vornholt war gleich zweimal alarmiert worden: In Altena im Märkischen Kreis hielten sich die Gütersloher Einsatzkräfte überwiegend in Bereitschaft. Nach langem Warten wurden sie schließlich nach Wuppertal abgeordnet, um bei der Evakuierung eines überfluteten Campingplatzes zu helfen. Bei dem zweiten Einsatz in Erftstadt stand der Gütersloher Bootstrupp in Bereitschaft, um schnell helfen zu können, falls die Steinbachtalsperre brechen sollte. Dazu kam es glücklicher Weise nicht. Zwischenzeitlich waren die Hochwasserboote in ein Regenrückhaltebecken gesetzt worden. Dort wurde mit Hilfe eines Echolotes nach vermissten Personen gesucht; verdächtige Stellen wurden anschließend konkreter von Rettungstauchern untersucht. Die Suche blieb jedoch ohne Erkenntnisse.

Im Rahmen einer Feierstunde in der DLRG-Fahrzeughalle in Gütersloh-Avenwedde richtete Maren Schirmer jetzt einige Dankesworte an die Helferinnen und Helfer, die ehrenamtlich und ohne lange Vorbereitung in den Einsatz fuhren. Nur dank ihres ehrenamtlichen Einsatzes sei eine Mitwirkung der DLRG am Katastrophenschutzkonzept möglich.

Quelle & Bild: DLRG Bezirk Kreis Gütersloh

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