Bei einem tragischen Badeunglück sind vor Wenningstedt auf Sylt erst ein Retter und dann die verunglückte Urlauberin gestorben. Wie die Polizei mitteilte, drohte eine 63-jährige Frau aus Hessen am Donnerstagnachmittag in der Nordsee zu ertrinken. Zwei Rettungsschwimmer und vier Badegäste versuchten, ihr zu helfen. «Einer der Rettungsschwimmer, ein 47-jähriger Nordfriese, konnte nicht mehr an den Strand zurückgelangen und nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden», schilderte die Polizei in Flensburg. Die Frau konnte zunächst an den Strand gebracht werden. Sie kam mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik. Dort starb sie den Abgaben zufolge mehrere Stunden später. Der Hergang des Unglücks sei noch nicht vollständig geklärt, sagte eine Polizeisprecherin auf Anfrage. Einen Bericht des «Hamburger Abendblattes» vom Freitag, wonach die 63-Jährige ein Badeverbot missachtet habe und dadurch in Not geraten sei, wollte die Sprecherin zunächst nicht bestätigen. In dem Bericht heißt es, dass die Frau ins Wasser gegangen sein soll, obwohl am Strand eine rote Flagge vor hohem Wellengang und starken Unterströmungen gewarnt habe. «Wir befragen derzeit Zeugen, um das zu überprüfen», sagte die Polizeisprecherin. Ebenfalls noch unklar ist nach Angaben der Sprecherin, woran der Rettungsschwimmer starb. «Wir gehen zur Zeit von einem Badeunfall aus», sagte sie. «Aber es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass eine gesundheitliche Störung bei dem 47-Jährigen zu seinem Tod geführt hat.»
Bildnachweis: © Markus Scholz/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Auch Gerettete stirbt nach Badeunfall auf Sylt
Ein Rettungsschwimmer auf Sylt stirbt bei dem Versuch, eine Frau vor dem Ertrinken zu bewahren. Die Frau wird gerettet, stirbt aber später im Krankenhaus ebenfalls. Vieles an dem Unfall ist noch unklar.
Meistgelesene Artikel
- 20. Mai 2026
Vorbereitung für den Ernstfall
Gütersloh. Die Nachrichten machten an diesem Montagmorgen, den 18. Mai, einheitlich mit der Ankündigung auf, dass der...
- 19. Mai 2026
Versuchter Raub auf Tankstelle an der Hauptstraße
Gütersloh (ots) - Schloß Holte-Stukenbrock (MK) - Nachdem ein unbekannter Täter bereits Ende März...
Gütersloh (ots) - Schloß Holte-Stukenbrock (FK) - Samstagmittag (30.05., 12.20 Uhr) befuhr eine bislang unbekannte...
Neueste Artikel
Von der Diagnose bis zum Behandlungsplan: KI-Modelle schneiden im Test besser ab als Ärzte. Doch wie viel Mensch braucht Medizin? Experten warnen vor Risiken und blinden Flecken.
- 18. Juni 2026
Hitzewelle im Anmarsch – Warnungen im Südwesten
Nach durchwachsenem Wetter mit Regen und Schauern wird es sehr heiß und schwül. Im Südwesten warnt der Deutsche Wetterdienst vor der Hitze. Es könnten die bislang wärmsten Tage des Jahres werden.
Weitere Artikel derselben Kategorie
Von der Diagnose bis zum Behandlungsplan: KI-Modelle schneiden im Test besser ab als Ärzte. Doch wie viel Mensch braucht Medizin? Experten warnen vor Risiken und blinden Flecken.
- 18. Juni 2026
Hitzewelle im Anmarsch – Warnungen im Südwesten
Nach durchwachsenem Wetter mit Regen und Schauern wird es sehr heiß und schwül. Im Südwesten warnt der Deutsche Wetterdienst vor der Hitze. Es könnten die bislang wärmsten Tage des Jahres werden.

