9. Juli 2021 / Aus aller Welt

Behörden: Mehr als 50 Tote bei Fabrikbrand in Bangladesch

Fast 20 Stunden habe es gedauert, bis der Brand in einer Lebensmittelfabrik östlich von Dhaka gelöscht war. Mindestens 52 Menschen verloren dabei ihr Leben.

Die Lebensmittelfabrik: nur noch eine Ruine.
Veröffentlicht am 9. Juli 2021 um 15:42 Uhr

Beim Brand in einer Lebensmittelfabrik in Bangladesch sind nach Angaben von Behörden und Feuerwehr mindestens 52 Menschen ums Leben gekommen. Es habe fast 20 Stunden gedauert, das am Donnerstag ausgebrochene Feuer zu löschen, teilte Feuerwehrsprecher Abdullah Al Arefin am Freitag mit.

Mindestens 49 verkohlte Leichen seien im verschlossenen vierten Stock des sechsgeschossigen Gebäudes geborgen worden. Drei weitere Tote waren am Donnerstag gleich nach Ausbruch des Brandes entdeckt worden. Die Brandursache war zunächst unklar.

Die Fabrik, in der unter anderem Säfte und Softdrinks hergestellt wurden, liegt etwa 25 Kilometer östlich von Dhaka, der Hauptstadt des südasiatischen Landes. Leicht brennbares Material wie Folienpapier, Harz und Plastikflaschen hatte das Inferno verstärkt. Mindestens 25 Menschen, die auf das Dach des Gebäudes geflohen waren, hätten lebend geborgen werden können, sagte Arefin. Aber der vierte Stock sei verschlossen gewesen, so dass die Arbeiter dort in der Falle saßen. «Wir hätten auch sie retten können, wenn sie es aufs Dach geschafft hätten», sagte Arefin und teilte mit, dass in Kürze die fünfte und sechste Etage durchsucht würden.

Im Fernsehen sagten Beschäftigte, sie hätten das Schloss eines Tors aufgebrochen, um aus der Fabrik zu fliehen. Als das Feuer ausbrach, seien mindesten 1000 Mitarbeiter im Werk gewesen. Die Behörden richteten ein Untersuchungsteam ein. Von Seite der Fabrikanten lag zunächst keine Äußerung vor.


Bildnachweis: © Mahmud Hossain Opu/AP/dpa
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