27. November 2023 / Aus aller Welt

Das ist der «Seevogel des Jahres» 2024

Nicht nur der intensive Ausbau der Offshore-Windenergie stellt eine Bedrohung für den Seevogel des Jahres dar. Die Ernennung soll auf die Gefahren aufmerksam machen.

Der Sterntaucher (Gavia stellata) ist vom Naturschutzverein Jordsand zum Seevogel des Jahres 2024 gewählt worden.
Veröffentlicht am 27. November 2023 um 10:51 Uhr

Der Sterntaucher ist der «Seevogel des Jahres» 2024. «Der intensive Ausbau der Offshore-Windkraft stellt eine starke Bedrohung für den Sterntaucher dar, da er die Windparkareale weiträumig meidet», sagte der erste Vorsitzende des Naturschutzvereins Jordsand, Veit Hennig, zu der Entscheidung des Vereins.

Vielfach bedroht

Studien zeigten Meide-Radien von mehr als zehn Kilometern bei Offshore-Windparkgebieten. Die Naturschützer von Jordsand fordern daher Bedacht beim Ausbau der Windenergie.

An der Ostseeküste stelle die Stellnetzfischerei eine weitere Bedrohung für den Sterntaucher und ähnliche Vogelarten dar. Sie enden demnach als Beifang - und das in unbekannter Dimension, da solche Verluste nicht gemeldet würden. Auch hier sei ein Umdenken dringend notwendig, teilte der Verein mit.

Jordsand kürt seit 2014 jährlich eine Vogelart zum «Seevogel des Jahres», die stellvertretend für eine akute Problematik steht, die besonders bedrohlich für eine Artengemeinschaft oder einen Lebensraum ist.

Der Sterntaucher (Gavia stellata) wird in der Roten Liste wandernder Vogelarten Deutschlands als stark gefährdet gelistet, wie Jordsand mitteilte. Der kleinste Vertreter der Seetaucherarten gehört zu den Kurz- bis Langstreckenziehern.

Wissenswertes zum Sterntaucher

Zur Mauser oder zur Überwinterung kommen die in Skandinavien, Nordrussland, Spitzbergen und Grönland brütenden Vögel in den Nord- und Ostseeraum. Bis zu 20 Prozent des europäischen Winterbestandes finden sich in der deutschen Nordsee ein, was dieses Meeresgebiet zu einem international wichtigen Rastgebiet macht.

Der Sterntaucher verdankt seinen Namen den weißen, sternchenartigen Sprenkeln auf dem grauen Gefieder seines Winterkleides und seiner Nahrungssuche: Von den Füßen propellerartig angetrieben taucht er auf der Suche nach fettreichen Fischarten durchs Wasser.


Bildnachweis: © Sven Sturm/Verein Jordsand/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Goldener Kamm in Gütersloh
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...

weiterlesen...
Kampf gegen Feuer in Belgien - Weiter Bangen auch in NRW
Aus aller Welt

Das Feuer aus Belgien rückt zwar nicht weiter Richtung Monschau in der Eifel vor. Von Normalität ist man aber sehr weit weg, das Bangen bleibt. Rufe und Forderungen aus und an die Politik werden laut.

weiterlesen...
Brand im Hohen Venn: Evakuierung bei Monschau angeordnet
Aus aller Welt

Wegen des Waldbrandes im Hohen Venn müssen Anwohner in Deutschland ihre Häuser verlassen. Eine Notunterkunft ist eingerichtet.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Drei Tote bei Absturz von Kleinflugzeug im Rheinland
Aus aller Welt

Auf einem Feld in Erkelenz in Nordrhein-Westfalen stürzt am Vormittag ein Kleinflugzeug ab. Von der dreiköpfigen Besatzung überlebt niemand.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Drei Tote bei Absturz von Kleinflugzeug im Rheinland
Aus aller Welt

Auf einem Feld in Erkelenz in Nordrhein-Westfalen stürzt am Vormittag ein Kleinflugzeug ab. Von der dreiköpfigen Besatzung überlebt niemand.

weiterlesen...